Sesselrücken bei der Dornbirner SPÖ: Stadtrat Werner Posch geht

Vorarlberg / 26.03.2019 • 21:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Werner Posch legt das Amt als SPÖ-Stadtrat zurück, Markus Fässler soll seinen Platz einnehmen. HA

Stadtrat Werner Posch geht, Markus Fässler soll folgen.

Dornbirn Sesselrücken bei den Dornbirner Sozialdemokraten: Ein Jahr vor der Gemeindewahl tritt Schul- und Integrationsstadtrat Werner Posch (59) zurück. Die Entscheidung teilte er gestern Bürgermeisterin Andrea Kaufmann (50) mit. Wer seinen Platz in der Stadtvertretung übernehmen wird, will die Parteileitung noch nicht sagen. Allerdings dürften die Würfel bereits gefallen sein.

Sein Ausscheiden aus der Stadtpolitik begründet Posch, der im November dieses Jahres 60 Jahre alt wird, ausschließlich mit seinem beruflichen Engagement als Ombudsmann der Vorarlberger Gebietskrankenkasse und mit seiner kürzlich erfolgten Wahl in den Vorstand der Arbeiterkammer: „Diese Aufgaben sind mit dem Stadtratsamt zeitlich nicht vereinbar.“ Werner Posch, der 2009 in die Stadtregierung eintrat, galt neben dem Stadtparteivorsitzenden Gebhard Greber als Nummer zwei in der roten Fraktion mit sieben Mandaten. Er war unter anderem zuständig für 22 städtische Schulen. In seine Zeit fallen mehrere Schulneubauten und -sanierungen. Auf seine Fahnen heftet er sich unter anderem die Verhinderung der drohenden Schließungen der Bergschulen Gütle, Haselstauden und Heilgereuthe. Daneben setzte er sich für die Verbesserung des interkulturellen Zusammenlebens ein.

Über seine Nachfolge im Stadtrat entscheidet der Stadtparteiausschuss am 8. April. Namen werden noch nicht genannt. Die Entscheidung dürfte allerdings parteiintern bereits gefallen sein: Neuer Stadtrat der SPÖ wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Markus Fässler. Der 39-Jährige ist seit mehr als zwölf Jahren Stadtvertreter in Dornbirn und ist auch in der Landes-SPÖ tätig. Er gilt als Favorit von Parteiobmann Greber. Die offizielle Wahl des neuen Stadtrats findet auf der Sitzung der Stadtvertretung am 21. Mai statt.