Bludesch setzt auf optimierte Sprachförderung

Vorarlberg / 27.03.2019 • 16:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf spielerische Art werden in Bludesch die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder gefördert.VN/JS

SprachSpass als Leitfaden zur Förderung der sprachlichen Entwicklung der Kinder im Ort.

Bludesch Seit gut zwei Jahren ist man in Bludesch sehr um die Förderung der sprachlichen Entwicklung der Kinder im Dorf bemüht. In Kooperation aller Bildungseinrichtungen im Ort wurde mit finanzieller Unterstützung durch Gemeinde und Pädagogische Hochschule ein einheitliches und in Vorarlberg gleichsam einzigartiges Sprachförderprojekt ausgearbeitet. Dessen Kern ist es, den Ist-Stand des jeweiligen Kindes zu erheben und diesen durch gezielte Fördermaßnahmen in den einzelnen Institutionen zu verbessern. Ein dafür eigens entwickelter SprachSpass, der seit dem vergangenen Schuljahr in gedruckter Form vorliegt, ermöglicht den engagierten Pädagoginnen die schriftliche Dokumentation der geleisteten Fördermaßnahmen. Beim Übertritt in die nächste Einrichtung, etwa vom Kindergarten in die Volksschule, werden beim Übergabegespräch die wesentlichen Informationen ausgetauscht. Dank der augenscheinlichen Dokumentation im SprachSpass können zudem weitere gezielte Fördermaßnahmen gesetzt werden.

Positive Erfahrungen

Die Erfahrungen mit den ersten Übertritten, die im Herbst erfolgt sind, sind durchwegs positiv. „Es hat sich gezeigt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist, auch wenn noch einige Adaptierungen notwendig sind“, so Volksschuldirektorin Cäcilia Egger, auf deren Initiative hin das Projekt gestartet wurde. Auch Andrea Haid, Rektorin der Schweizer Hochschule für Logopädie Rorschach, unter deren fachlicher Leitung das Sprachförderprojekt steht, ist von der „gewinnbringenden Arbeit“ überzeugt. „Es geht nicht darum, das Rad neu zu erfinden. Unser Hauptanliegen ist es, durch die schriftliche Dokumentation eine erhöhte Effizienz sowie eine Optimierung der Übergänge zu erzielen“, so Haid gegenüber den VN.

„Die Optimierung der Übergänge von Bildungseinrichtung zu Bildungseinrichtung war uns ein großes Anliegen.“

Andrea Haid, Projektleiterin

Mitentscheidend für einen langfristigen Erfolg sei aber auch die Mitarbeit der Eltern. „Es braucht alle drei Säulen: Kinder, Pädagogen und Eltern“, so Anja-Susann Dietze vom Kindergarten Bludesch.