Angelika und Roland Felder überführen Einbrecher in Hohenems dank Kamera

Vorarlberg / 28.03.2019 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Angelika und Roland Felder haben die Polizei schnell informiert und konnten eine gute Täterbeschreibung liefern: Das führte zum schnellen Fahndungserfolg. VN/Schweigkofler

Angelika und Roland Felder konnten der Polizei den entscheidenden Hinweis liefern: Ein 17-jähriger Serieneinbrecher wurde so überführt. Sie erhalten den KSÖ-Sicherheitspreis.

Gernot Schweigkofler

Hohenems Es war eine heiße Sommernacht in Hohenems, als Angelika Felder in der Nacht von einem Husten geweckt wurde. Er schien aus dem eigenen Garten zu kommen. Als sie aus dem Fenster schaute, sah sie einen Mann mit Taschenlampe. „Hallo. Was machst du da?“, fragte sie. „Ich suche einen Wasserschlauch, um meine Wasserflasche zu füllen“, erfolgte die prompte Antwort in Vorarlberger Dialekt. „Ich war von der Frechheit entrüstet“, erzählt Frau Felder. „Luag, dass verschwindst“ rief sie dem jungen Mann zu. Der spazierte über die Kellertreppe heraus und spazierte davon.

Aber das Erlebte ließ Frau Felder keine Ruhe. Sie weckte ihren Mann, Roland Felder. Der hat im Kellerbereich eine Kamera installiert, weil er hier mehrfach Wassereintritte hatte, die er kontrollierte. Die beiden sichteten das Band und informierten die Polizei. „Die waren schon fünf Minuten später da.“ Dank der Aufzeichnung konnte eine sehr präzise Täterbeschreibung gemacht werden. Eine Ringfahndung wurde ausgelöst. Kurze Zeit später wurde ein junger Mann im Bereich Rheinfähre aufgegriffen, auf den die Beschreibung passte. In seinem Rucksack wurden Einbruchsutensilien sichergestellt, der Mann wurde festgenommen.

Die späteren Ermittlungen ergaben, dass der 17-jährige nicht nur schon länger im Bereich der Rheinauen wild campierte, sondern auch eine ganze Reihe an Einbruchsdiebststählen durchgeführt hatte. Er zeigte sich schließlich geständig: drei vollendete und zwei versuchte Einbruchsdiebstähle, vier vollendete Einschleichdiebstähle und eine Unterschlagung wurden nachgewiesen. Der Täter gestand auch, bereits weitere Orte für zukünftige Einbrüche ausgekundschaftet zu haben.

Ein paar Nächte schlecht geschlafen

In der Nacht hätten sie keine Angst gehabt, schildert Angelika Felder. Aber einige Tage lang sei sie dann doch geschockt gewesen. „Ich habe ein paar Nächte nicht gut geschlafen“, berichtet sie. Heute schließen sie die Tür zum Garten auch dann, wenn sie in den oberen Stock gehen, berichtet das Ehepaar. Roland Felder ist vor allem mit einer Sache zufrieden: „Die Polizei hat gut gearbeitet, die waren wirklich sehr schnell da.“