Skiweltmeisterin Eva-Maria Dünser wurde in Ludesch herzlich empfangen

Vorarlberg / 28.03.2019 • 19:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Eva-Maria Dünser mit ihrer Familie und Bürgermeister Dieter Lauermann.tm hechenberger

Die Ludescherin ist dreifache Welt- und vierfache Staatsmeisterin.

Ludesch Mit neun Medaillen räumte das österreichische Team bei der WM für mental beeinträchtigte Sportler in Grenoble 2019 ordentlich ab. Besonders gut in Form war dabei die 21-jährige Ludescherin Eva-Maria Dünser. Sie startete Anfang März zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft und war die Ausnahmeerscheinung bei der INAS-Ski-WM, nicht nur im österreichischen Team: Die Ludescherin holte gleich dreimal Gold: im Riesenslalom, Super G und im Teamwettbewerb. Nach vier Meistertiteln bei der Staatsmeisterschaft bedeutet dieser Erfolg einen weiteren Meilenstein in der noch jungen Karriere.
Entsprechend begeistert wurde das Skitalent bei seiner Rückkehr im Heimatort Ludesch von vielen Trainingskollegen, vom WSV Ludesch und von zahlreichen Freunden und Arbeitskollegen empfangen.

Eva-Maria, wie fühlt man sich als mehrfache Staats- und Weltmeisterin?

Ich war vor dem Start sehr nervös, aber ich hatte immer Spaß und freue mich jetzt sehr über die Medaillen, und vor allem auch darüber, dass meine Familie da ist und mit mir feiert. Ich möchte weitertrainieren und noch besser werden.

Was ist dir auf dem Siegerstockerl durch den Kopf gegangen?

Ich habe mit den Tränen gekämpft, als ich unsere Bundeshymne gehört habe. Ich dachte auch daran, dass ich weitertrainieren und noch besser werden will.

Was machst du außer dem Training gerne?

Im Sommer bin ich täglich am Biken, dann mache ich auch viel Trockentraining mit Martin Nessler, dem ich viel zu verdanken habe. Im Winter fahre ich gerne Ski und gehe Schneeschuhwandern.

Gibt es neben den technischen Disziplinen auch einen Abfahrtsbewerb? Konntest du dir Anfang dieses Jahr vorstellen, dass die Saison so toll wird?

Bei uns gibt es nur Slalom, Super G und Riesenslalom, Abfahrtswettbewerb gibt es keinen. Nein, ich war selber sehr überrascht, dass ich eine so erfolgreiche Saison hatte.

Wie waren die Reaktionen deiner Freunde und deiner Familie?

Zu meiner Überraschung sind meine Eltern und meine Gota Karin und mein Göti Bertram Burtscher am Freitag nach Grenoble gekommen und waren gerade rechtzeitig zur Siegerehrung dort. So konnten sie die Überreichung der ersten Goldmedaille verfolgen. In Ludesch angekommen, haben mir dann alle Kolleginnen und Kollegen gratuliert. Unzählige WhatsApps und Telefonate sind gekommen, sogar Kunden haben bei uns Süßigkeiten gekauft und mir geschenkt.

Was steht als nächstes an?

Im Sommer werden wir zum Gletschertraining aufs Stilfserjoch fahren.

Gehört eine gewisse Portion Risiko zum Leben eines Skirennläufers?

Natürlich, ohne Risikobereitschaft gibt es keine Erfolge!

Kennst du das Gefühl von Angst?

Nein. (aus dem Hintergrund ruft die Mutter: leider)

Deine persönlichen Geheimtipps zum Skifahren in Vorarlberg?

Ich gehe gerne in Damüls und in Raggal Skifahren.

Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Ich gehe gern zur Arbeit, dann brauche ich aber auch meinen Kaffee! Ich bin viel mit dem Ähni Kurt unterwegs. Ich liebe die Natur und freue mich, wenn ich dem Ähni wieder beim Holzen helfen kann.

Wenn du der sprichwörtlichen guten Fee begegnen würdest, welche drei Wünsche hast du dir für den Skiweltcup und für dich bereitgestellt?

Ich wünsche mir keine schweren Stürze mehr, viele verletzungsfreie Abfahrten und natürlich immer einen schnellen Ski. HAB

Zur Person

Eva-Maria Dünser

Geboren 23. Jänner 1998

Familie Eltern Ilse und Dietmar Dünser, Schwester Stefanie, die sie auch zur WM in Grenoble begleitet hat

Wohnort Ludesch

Beruf Regalbetreuerin im Supermarkt Sutterlüty