Julian Hackl ist für alle ÖBB-Bahnhöfe im Unterland verantwortlich

Vorarlberg / 02.04.2019 • 21:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Julian Hackl beim Bahnhof in Bludenz.VN/JLO
Julian Hackl beim Bahnhof in Bludenz.VN/JLO

Der 23-Jährige ist Bahnhofs- und Liegenschaftsmanager der ÖBB.

Bludenz „Zuerst besinn’s, dann beginn’s“ ist ein Motto, mit dem Julian Hackl sehr gut leben kann. Denn der 23-Jährige hat vor seinem täglichen Arbeitsbeginn als neuer Bahnhofs- und Liegenschaftsmanager in Bludenz rund eineinhalb Stunden Zeit, sich die ersten Gedanken über den Tagesablauf zu machen.

„Da ich noch in Tirol wohne, pendle ich täglich von Ötztal bis hierher nach Bludenz“, erklärt der gebürtige Tiroler. „Wenn es hart auf hart kommt, habe ich aber natürlich die Möglichkeit, hier in einer der ÖBB-Unterkünfte zu übernachten.“

Unterland

Hackl ist seit September für alle Bahnhöfe und ÖBB-Gebäude von Rankweil bis an den Bodensee verantwortlich. „Ich betreue 19 der 34 Bahnhöfe und 30 weitere Gebäude“, erklärt Hackl seine Arbeit, und weiter: „Ich bin da der erste Ansprechpartner und Gastgeber bei den Verkehrsstationen. Weiter bin ich Taktschläger und Bindeglied, was Instandhaltung und  Investitionen betrifft.“ Das heißt auch, dass  er in seiner Position für die drei „S“ – Sauberkeit, Sicherheit und Service – zuständig ist.

Den Weg nach Bludenz fand Hackl dabei auf den Schienen der ÖBB. „Ich habe zuerst eine Lehre als Mobilitätsservicekaufmann in Innsbruck gemacht“, klärt er auf. „Da habe ich auch gleich die Lehre mit Matura angefangen. Und nach der Berufsreifeprüfung sowie dem Präsenzdienst tat sich mir die Möglichkeit auf, in Vorarlberg zu arbeiten.“ Hackl zögerte nicht lange, bewarb sich und saß kurz danach bereits neben Franz Vögele, seinem Vorgänger, zur Einschulung.

Einschulung

„Zum Glück“, sagt er und ergänzt: „Franz hat ein unglaubliches Netzwerk in Vorarlberg sowie ein großes Fachwissen aufgebaut. Beides sollte mir mitgegeben werden. Nicht ohne Grund hätte er mich auch gut ein ganzes Jahr lang einlernen können.“ So ist das zugewiesene Aufgabengebiet sehr komplex. Dieses nimmt Hackl nun Schritt für Schritt in Angriff.

Wälderdialekt

Neben wichtigen Kontakten und dem langjährigen Fachwissen konnte Julian Hackl auch etwas Weiteres, Wichtiges, von Franz Vögele übernehmen: „Auch mein neues Motto, ‚Zuerst besinn’s, dann beginn’s‘ kommt von Franz“, sagt Hackl.

Anfangs wollte der neue Bahnhofschef auch eine Wohnung in Vorarlberg suchen, da er aber auf die Schnelle keine fand, entschied er sich dazu, einfach vom Tiroler Oberland nach Vorarlberg zu pendeln.

Inzwischen ist der Tiroler auch kulturell im Ländle angekommen. „Ich muss zugeben, dass ich anfangs meine Probleme mit dem Vorarlberger Dialekt hatte. Besonders das Wälderische war für mich am Anfang wie eine andere Sprache“, sagt er und lacht. „Jetzt klappt aber auch das, ich verstehe fast alles.“

Vereinsmeier

In seiner Freizeit fügt sich der täglich neu Ankommende wohl auch in die beliebtesten Hobbys der Vorarlberger ein: „Ich betreibe, wenn ich Zeit habe, sehr gerne Sport. Ich fahre also im Winter gerne Ski, im Sommer schwimme ich oder gehe Fußball spielen“, sagt er und ergänzt: „Ich reise aber auch sehr gerne.“ Daher mache ihm die weite Anreise zur Arbeit auch nichts aus. 

„Auch genieße ich das Vereinsleben zu Hause“, sagt er und weiter: „Ich bin da Mitglied der Feuerwehr, der Landjugend und des Theatervereins, aber auch in weiteren Vereinen bin ich aktiv.“

Julian Hackl


Geboren 26. Juni 1995


Beruf Bahnhofs- und Liegenschaftsmanager


Familie ledig


Hobbys Sport, Reisen, Vereinswesen


Motto „Zuerst besinn’s, dann beginn’s“.