Fit in den Frühling mit der richtigen Speisenauswahl

Vorarlberg / 05.04.2019 • 14:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Daniel Keckeis (l.) und Günter Ernst (r.) führten die Fit-Gruppe ins Restaurant aus. VN/paulitsch
Daniel Keckeis (l.) und Günter Ernst (r.) führten die Fit-Gruppe ins Restaurant aus. VN/paulitsch

Auch außer Haus kann man gut auf die Ernährung achten.

Bregenz Ein Glas Prosecco und ein kleines Bier: Ein bisschen Genuss darf auch in Phasen der Umstellung sein. „Nichts spricht dagegen“, bekräftigt Daniel Keckeis, der die Teilnehmer der VN-Aktion „Fit in den Frühling“ in Ernährungsfragen begleitet. Die alkoholischen Gaumenfreuden verleibte sich die veränderungswillige Gruppe im Stadtgasthaus Bregenz ein, wo Küchenchef Harald Fink für sie aufkochte. Der Restaurantbesuch sollte zeigen, dass eine gute Ernährung auch außer Haus möglich ist. „Es gilt nur, die richtige Auswahl zu treffen, also statt zu Deftigem eben zu Leichtem zu greifen“, erklärt Keckeis. Bei Spargel mit Ruccola als Vorspeise, Geflügel nach indischer Art mit Reis und Gemüse als Hauptspeise sowie Kompott als Nachspeise gingen die Gäste trotz schonender Zubereitung der Speisen jedenfalls nicht mit knurrendem Magen vom Tisch.

Fallen umgehen

Lebensmittelvorlieben, Arbeitszeiten und vermeintlich einfache Aspekte wie das Essen außer Haus spielen in diesem Prozess eine markante Rolle. Menschen, die etwa aus beruflichen Gründen häufig in Kantinen oder Gasthäusern essen müssen, fällt es oft schwer, ihre Ernährungsgewohnheiten nachhaltig umzustellen. „Es geht aber“, betont Daniel Keckeis. Mit ein paar einfachen Tricks lassen sich Fallen dieser Art nämlich gut umgehen. „Wer bei Menüs die überwiegende Zeit zur leichteren Alternative greift, hat schon viel gewonnen“, sagt der Experte. Was das Kantinenessen betrifft, empfiehlt er, mit einem gemischten Salat als Vorspeise zu beginnen. Das dämpft den größten Hunger, sodass die Hauptspeise kleiner ausfallen darf. Auf diese Weise gelingt es auch, die Balance zu halten. Ein weiterer Punkt ist, Speisen zu wählen, die wenig stark verarbeitete Zutaten enthalten. Beispiel: Statt Pommes kommen ab und an eben Pellkartoffeln auf den Teller. Die schmecken bekanntermaßen ebenfalls.

Rezeptaustausch

Sechs Frauen und ein Mann nehmen an der von Fachleuten begleiteten Aktion teil. Sie haben sich zu einer WhatsApp-Gruppe zusammengeschlossen, schicken sich gegenseitig Rezepte zu und motivieren einander. „Es ist eine starke Gruppendynamik entstanden“, bestätigt Daniel Keckeis. Er selbst behält die Aktivitäten der Gruppe per App im Auge. Damit kann der Ernährungswissenschaftler jeweils individuell auf die Ziele jedes Einzelnen eingehen. Markus Ortler, der einzige Mann in der Runde, schwärmt von vielen neuen Erfahrungen, die er bislang machte. Lisi Matt hat sich eine Pulsuhr zugelegt, um das Training kontrollieren zu können. Claudia Feurstein meldete sich auf Empfehlung des Laufexperten Günter Ernst zu einem Bewegungstreff an. „Den kann ich mit Familie und Beruf gut vereinbaren“, freut sie sich auf bewegte Zeiten.

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Harald Fink kochte nach den Vorgaben des Ernährungsexperten. VN/Paulitsch
Harald Fink kochte nach den Vorgaben des Ernährungsexperten. VN/Paulitsch