Verzögerung bei Laternser 180-Betten-Hotel: Baustart im Sommer

Vorarlberg / 05.04.2019 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
 Johannes Kaufmann hat das Hotel an der Talstation des Skigebiets geplant. Holz spielt im Klangholzhus eine zentrale Rolle. Visualisierung SChreiner Kastler
Johannes Kaufmann hat das Hotel an der Talstation des Skigebiets geplant. Holz spielt im Klangholzhus eine zentrale Rolle. Visualisierung SChreiner Kastler

Letzte Verhandlungen laufen. Die Eröffnung des Hotels soll zur Wintersaison 2020/21 erfolgen.

Gernot Schweigkofler

Laterns Eine Zeitlang war es ruhig geworden um das geplante Jufa-Hotel in Laterns. Jetzt soll es aber fix gehen. Wie Jufa-Vorstand Gerhard Wendl gegenüber den VN erklärt, soll die Auftragsvergabe innerhalb der nächsten zwei Wochen erfolgen. Im Oktober haben die Bauverhandlungen stattgefunden, der Baubescheid liege ebenso vor wie die Angebote aus den Ausschreibungen. „Es ist Bauhochkonjunktur“, erklärt Wendl die Verzögerung. Man habe versucht, gegenüber dem ursprünglichen Konzept noch Extras ins Projekt hineinzubringen, aber das sei beim angestrebten Kostenrahmen von neun Millionen Euro nicht möglich gewesen. Der Verhandlungsspielraum mit den ausgelasteten Bauunternehmen ist aktuell einfach nicht gegeben. „Im Sommer werden wir mit dem Bau starten“, erklärt Wendl. „Der Betrieb wird dann mit der Wintersaison 2020/21 losgehen.“

„Im Sommer werden wir mit dem Bau starten.“

Gerhard Wendl, Jufa-Vorstand

Für Laterns ist das Projekt touristisch sehr wichtig. Bereits 2007 hatte man beschlossen, dass es einen großen Leitbetrieb braucht. Die Nächtigungszahlen sind auf etwa 20.000 gefallen, viele Gasthäuser haben geschlossen. Mit dem Jufa-Hotel wird sich die Nächtigungszahl mehr als verdoppeln. Wendl rechnete bei einer Präsentation anlässlich der Vorstellung des Projekts vorsichtig mit 25.000 Nächtigungen pro Jahr. Der neue Leitbetrieb wird 60 Zimmer und 180 Betten aufweisen.

Das Klangholzhus, wie das Hotel heißen wird, soll aber nicht nur Gäste ins Tal bringen, sondern auch den Laternsern zugute kommen, denn es gibt nicht nur ein öffentlich zugängliches Restaurant, sondern auch die Seminarräume stehen für die ansässigen Vereine offen. Zudem wolle man eng mit regionalen Anbietern zusammenarbeiten, heißt es von Seiten der Jufa.  Geplant wurde der dreigliedrige Holzbau vom Vorarlberger Architekten Johannes Kaufmann.

Rauch und Gemeinde als Besitzer

Die Jufa wird das Gebäude nur pachten. Gebaut wird das Gebäude von der Stürcher Investment GmbH. Die gehört zu 65 Prozent der R&R Immobilien GmbH, die mit Roman Rauch eng verbunden ist, sowie zu 35 Prozent der Gemeinde Laterns. Diese wiederum finanziert ihren Anteil mit einer Bedarfszuweisung (1,8 Millionen Euro) sowie einem Kredit des Landes Vorarlberg. Geschäftsführer dieser Gesellschaft sind laut Firmenbuch Vizebürgermeister Gerold Welte, der ehemalige Wirtschaftskammerdirektor Helmut Steurer sowie Roman Rauch.