Ganz privat: Das ist die neue Miss Vorarlberg im Porträt

Vorarlberg / 14.04.2019 • 17:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Nina Wolf in ihrer Wohnung in Höchst. Im Hauptberuf ist die neue Miss Vorarlberg Lehramtsstudentin an der Pädagogischen Hochschule. VN/Steurer

Nina Wolf tritt gerne vor Menschen auf, sowohl auf dem Laufsteg, als auch als angehende Lehrerin vor Schulklassen.

Höchst Dass sie weiß, wie man sich präsentiert und dabei überzeugt, bewies Nina am vergangenen Freitag eindrucksvoll. Sie wurde von der Jury zur Miss Vorarlberg gekürt. „Ich trete gerne vor Menschen auf“, sagt die Höchsterin. Sie meint damit nicht nur ihre Präsentation als letztlich erfolgreiche Kandidatin für die schönste Frau im Land. Nina kann es auch abseits von Glitter und Glamour, ganz ohne Krönchen und topgestylt: in Klassenzimmern vor Kindern und Jugendlichen  nämlich, wo sich die angehende Lehrerin im Rahmen von praktischen Übungen als Lehramtsstudentin für Englisch und Deutsch in der Sekundarstufe präsentiert.

Das Pflichtbewusstsein

Nina genoss die für sie triumphale Veranstaltung im Messequartier natürlich in vollen Zügen. Was sie nach nur drei Stunden Schlaf jedoch nicht davon abhielt, als frisch gekürte Miss Vorarlberg eine Lehrveranstaltung an der PH Vorarlberg zu besuchen. „Ich bin sehr pflichtbewusst“, sagt Nina und schmunzelt. „Klar nahm ich eine Flasche Champagner nach Feldkirch mit. Einmal kurz anstoßen – das durfte schon sein.“

Pflichtbewusst ist die am Ostermontag 21 Jahre alt werdende Studentin schon immer gewesen. „Meine Eltern haben immer schon gesagt: Genieße das Ausgehen, aber deine Pflichten darfst du nicht vernachlässigen. So habe ich das auch immer gehandhabt.“ Ihre Eltern sind daran schuld, dass Nina eine authentische Mischung zwischen Vorarlbergerin und Tirolerin ist. Die Mama kommt aus Ischgl, der Papa ist Höchster. In Ischgl führen die Eltern ein Hotel. Und in Ischgl hat die so positiv wirkende junge Dame auch ihre ersten Lebensjahre verbracht. Nach der Volksschule in Ischgl und der Hauptschule in Kappl besuchte sie die HAK in Landeck: Schwerpunkt Marketing und Sprachen.

„Klar würde ich gerne modeln. Aber meine Berufsausbildung möchte ich nicht aufgeben.“

Nina Wolf, Miss Vorarlberg 2019

Erst danach verlegte Nina ihren Lebensmittelpunkt nach Vorarlberg. Verinnerlicht hat sie den urigen Paznauner Dialekt, ihr Freundeskreis stammt mittlerweile hauptsächlich aus dem westlichsten Bundesland. Die Wahl zur Miss Vorarlberg bezeichnet Nina als ihren schönsten Tag. „Ich habe mir  Chancen ausgerechnet, mir aber auch schon überlegt, was ich auf Instagram schreibe, wenn ich nicht erfolgreich wäre.“

Vielseitige Perspektiven

Wie es mit ihr jetzt weitergeht? „Klar würde ich gerne ein bisschen, oder sogar ein bisschen mehr, modeln. Aber ich möchte gleichzeitig meine Berufsausbildung nicht außer Acht lassen. Ich mache beides gerne. Meine ersten Erfahrungen als Lehrerin waren für mich sehr positiv.“

Ein großes Vorbild in Bezug auf einen Lebensentwurf, der mehrere Aktivitäten nebeneinander vorsieht, hat Nina in der Nachbarschaft. „Das ist Anette Nussbaumer, die frühere Miss Vorarlberg. Sie hat sowohl als Model gearbeitet, als auch als Buchhalterin für ihren Mann.“ Anette Nussbaumer gehört zu jenem Kreis von Menschen, in deren Umgebung sich Nina pudelwohl fühlt.

Wohl fühlt sich sie neue Miss aber auch mit Tieren. Sie reitet gerne und liebt den Familienhund. Bei ihren Lieblingstieren hat Nina auch immer das Gefühl, dass sie sich mit positiven Geschöpfen umgibt.

Positives Grundgefühl

„Ich bin selber ein positiver Mensch, und freue mich sehr, wenn ich ein positives Gefühl weitergeben kann.“ Positiv war sie auch am Abend ihrer Wahl zur Miss Vorarlberg. Dabei waren die Umstände ihres Auftritts denkbar schwierige. „Ich war so verkühlt und musste etwas nehmen, damit ich den Abend gut überstehe.“ Aus der Ruhe bringen ließ sie sich dadurch nicht. Nina Wolf blieb trotz Verkühlung sie selbst und schaffte es zum heißbegehrten Krönchen.