So geht es mit dem Fontaneller Dorfladen weiter

Vorarlberg / 17.04.2019 • 15:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Gabriele Nigsch und Rosmarie Müller vom Dorfladen Fontanella.krs

Öffnungsproblematik in Sachen Dorfladen Fontanella bewegt Bürger bei Bürgerstammtisch.

Fontanella Um über die aktuellen Projekte in der Gemeindestube zu informieren, allen voran die Gestaltung des Dorfplatzes und das sich im Bau befindliche „Dorfstübli“, hatte die Gemeinde Fontanella unter Bürgermeister Werner Konzett kürzlich zu einem Bürgerstammtisch geladen.

Und gekommen waren die Bürger zahlreich, denn im Fokus lagen die neuerliche problematische Situation in der Nahversorgung und die drohende Schließung der Adeg-Filiale in Fontanella. Der Diskussion stellten sich dabei der Obmann der Konsumgenossenschaft Sonntag, Hubert Domig, sowie Neogeschäftsführer Michael Schmid; eingeladen waren zudem Karl-Heinz Marent und Johannes Herburger von der Landesinstitution „Dorfleben“, die neben einer engagierten Moderation durchaus mit einem interessanten Faktencheck aufzuwarten wussten.

Gestaltung Ortskern

Durchaus begeistern konnte vorab Architekt Markus Wäger von Mitiska Wäger Architekten mit seinen Planvorstellungen bezüglich der Gestaltung des Ortskerns Fontanella.

Mit einer ausgeklügelten Gesamtkonzeption hinsichtlich der Oberflächengestaltung, der Platzschaffung für diverse Veranstaltungen und der Schaffung von Grünoasen sowie einer passenden Lichtkonzeption unter Berücksichtigung des ländlichen Dorfcharakters und der Schaffung adäquater Sitzeinheiten soll in naher Zukunft ein stimmiger Begegnungsraum für die Menschen im Zentrum von Fontanella realisiert werden.

Nahversorgung im Fokus

Etwas emotionsgeladener gestaltete sich die Diskussion rund um das fokussierte Hauptthema, nämlich die Lebensmittelversorgung in Fontanella – gerade weil zuletzt aufgrund von Personalmangel die Öffnungszeiten deutlich reduziert worden waren.

Gemeinde- und Nahversorgungsfunktionäre stellten sich mit den Akteuren des Vereins „Dorfleben“ der Diskussion über die Nahversorgung.
Gemeinde- und Nahversorgungsfunktionäre stellten sich mit den Akteuren des Vereins „Dorfleben“ der Diskussion über die Nahversorgung.

Das wollten dann die Bevölkerung und die Verantwortlichen der Gemeinde nicht hinnehmen, zumal man sich bei einer weiteren Verschlechterung der Personalsituation mit einer Schließung der Filiale konfrontiert sah. Ein Umstand, der letztlich Hubert Domig und Michael Schmid bei ihren Stellungnahmen nicht ganz auszuschließen vermochten.

Und nach der faktenstarken Präsentation von Karl-Heinz Marent und Johannes Herburger stellte man fest, dass der Dorfladen im Bereich der örtlichen Kaufkraftbindung und der Flächenproduktivität sowohl im ländlichen als auch im österreichweiten Vergleich im Spitzenfeld zu liegen kommt. Mitunter sei dies Anlass und Motivation, über eine eigene örtliche Nahversorgungsorganisation nachzudenken, bevor man eine etwaige Schließung hinnehmen müsse, so Bürgermeister Werner Konzett bei seinen Ausführungen.

Diskussion und Schlussfolgerung

Nach einer Diskussion und der unmittelbaren Auswertung der aufgelegten Fragebögen durch den Verein „Dorfleben“ stellte sich dann offenkundig dar, dass die Bevölkerung sich mit ihrem Dorfladen mehr als zufrieden zeigt. Einziges Anliegen sei es aber, die alten Öffnungszeiten wiederherzustellen und zu gewährleisten. Besonders gut weg kamen die langjährigen Filialbediensteten wie Gabriele Nigsch, Rosmarie Müller, Barbara Stark und Andrea Domig, die für ihr großes Engagement und ihre Herzlichkeit spontan mit Applaus bedacht wurden.
Abgewinnen konnte man an diesem Abend den Verantwortlichen zumindest ein deutliches Bekenntnis zur Filiale Fontanella. Nach der endgültigen Auswertung der Fragebögen will man sich sodann mit der neu installierten Arbeitsgruppe zusammensetzen und unter der Führung des Vereins „Dorfleben“ durch Karl-Heinz Marent und Johannes Herburger für die Zukunft Pläne schmieden. Die beiden hatten sich darüber hinaus als Mediatoren- und Infostelle in Personalangelegenheiten angeboten. KRS