Hubertus Metzler engagiert sich für das Kirchen- und Bienenvolk in Satteins

Vorarlberg / 18.04.2019 • 09:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Hubertus Metzler bei der Analyse historischer Dokumente, die aus der Kirchturmkugel geborgen wurden. vn/jlo

Leidenschaftlich engagiert für das Dorfleben.

Satteins Wer heute Richtung Satteins blickt, sieht unter anderem den Kirchturm der Gemeinde orangen verhüllt. Für diesen Anblick mitverantwortlich ist Hubertus Metzler. Als Mitglied des Pfarrkirchenrats Satteins, der die Kirchturmrenovierung veranlasst hat, betont er deren Notwendigkeit: „Der Kirchturm, insbesondere das Dach, musste dringend saniert werden, da die morschen Balken und Schindeln ersetzt werden müssen.“

Das Engagement von Metzler für das geistliche Leben begann bereits in jungen Jahren. So besuchte er acht Jahre lang die Klosterschule Mehrerau, bevor es ihn zum Mathematik- und Physikstudium (Lehramt) nach Innsbruck verschlug. „Auch dort waren wir als Studenten regelmäßig in der Jesuitenkirche, da dort spannende Predigten gehalten wurden“, erinnert sich Metzler. Nach seinem Abschluss in den Naturwissenschaften kehrte er nach Vorarlberg zurück, wo er zuerst am Gymnasium Bludenz unterrichtete, um im Anschluss beim Landesschulrat für Vorarlberg mitzuarbeiten und maßgeblich am Aufbau der IT-Infrastruktur im Schulwesen beteiligt zu sein.

„Zurück in meiner Heimat fragte mich meine Tante dann, ob ich mich nicht auch im pfarrlichen Leben engagieren will“, erzählt der Satteinser. Gefragt und sich dafür bereit erklärt, wurde Metzler erst in den Pfarrgemeinderat, später auch in den Pfarrkirchenrat berufen. „Zweiterer zeichnet für die Verwaltung des pfarrlichen Besitzes Verantwortung, so eben auch für die Pfarrkirche selbst“, sagt Metzler, der sich in diesem Metier sichtlich wohlfühlt: „Ich bin im Leben eigentlich sehr gut weggekommen. Jetzt ist es nur selbstverständlich, dass ich auch anderen Gutes tun will.“

Leidenschaftliches Engagement beweist Metzler aber nicht nur für seine Mitmenschen, sondern auch für seine Bienen. „Die haben mich schon in meiner Jugend fasziniert. Und nachdem ich gemeinsam mit meinem Nachbarn Alfred Nachbauer erste Schwärme eingefangen habe, widme ich mich heute mit vollem Einsatz der Aufzucht von Jungvölkern“, erzählt der Satteinser von seinen Anfängen als Bienenpapa. Seinen ersten eigenen Schwarm verdankt er dabei aber mehr einem Zufall. „Ich hatte 2005 einen wilden Schwarm im Garten, den einfach kein Imker übernehmen wollte“, erzählt Metzler und weiter: „Ein Freund hat ihn mir dann mit dem Versprechen abgenommen, dass ich ihn später selbst übernehmen werde.“

So führte eines zum anderen. Mit den Jahren wurde aus einem Bienenschwarm ein Bienenreich: Heute ist Hubertus Metzler Herr über 23 Bienenvölker, darunter 12 Jungvölker. Auch trägt er als Feldkircher Imker-Bezirksobmann große Verantwortung für die bedeutenden Insekten. Kein Wunder, dass Metzlers Tage mehr als ausgefüllt sind.

Metzler vor der Kirche.
Metzler vor der Kirche.

Hubertus Metzler

Geboren 21. Juli 1949

Familienstand verheiratet, eine Tochter

Beruf Pensionist, vormalig Lehrer am Gymnasium

Hobbys Bienen, lesen