Kein Masernfall in Göfis: Entwarnung nach Bluttest

18.04.2019 • 10:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vergangene Woche wurden die Eltern über den Masernfall an der Volksschule Göfis-Kirchdorf informiert. Jetzt gibt es Entwarnung. VN/Schweigkofler

Vergangene Woche gab es große Aufregung um einen mutmaßlichen Masernfall an der Volksschule Göfis-Kirchdorf. Jetzt gibt es Entwarnung: der Bluttest zeigt, dass kein Masernfall vorliegt.

Gernot Schweigkofler

Göfis Die Aufregung war groß als vergangene Woche ein Masernfall an der VS Göfis Kirchdorf gemeldet wurde. Hunderte Menschen mussten ihren Impfstatus nachweisen, acht Schüler erhielten einen Absonderungsbescheid: sie waren nicht geimpft. Auf VN-Anfrage gibt Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher jetzt Entwarnung. Der Bluttest verlief negativ, es ist kein Masernfall.

Aktuell sei man dabei alle Betroffenen zu kontaktieren, ihre Absonderungsbescheide sind aufgehoben. Die schriftliche Aufhebung geht ebenfalls heute hinaus. Für den Lauf des Tages kündigt Grabher eine Presseaussendung an.

Acht Kinder wurden abgesondert

Wie weite Kreise ein Masernfall zieht, hat sich vergangene Woche gezeigt. Am Mittwoch war ein Kind mit Masern-Symptomen beim Göfner Gemeindearzt Hubert Kaut gewesen, der meldete den Fall, wie gesetzlich vorgesehen, umgehend den Behörden. Darauf wurde die Schule informiert – der Unterricht am Donnerstag fiel folgerichtig aus, die Kinder und ihre Eltern wurden aufgefordert Impfnachweise zu erbringen bzw. einen Bluttest zu machen. Auch das Lehrpersonal unterzog sich Bluttests, weil der Status nicht klar belegt werden konnte. Bei einer Informationsveranstaltung wurden die Eltern informiert. Parallel wurden auch alle anderen Personen, die im Kontakt zum vermeintlichen Masernopfer standen, kontaktiert und mussten ihren Status nachweisen. Wer weder Impfung noch Antikörper aus einer überstandenen Erkrankung nachweisen konnte, erhielt einen Absonderungsbescheid: diese Personen mussten also die Öffentlichkeit meiden, um eine mögliche Weitergabe des hochansteckenden Virus zu vermeiden. Acht Kinder in Göfis verbrachten deshalb die erste Hälfte der Ferien zu Hause, ohne Kontakt zu anderen Kindern. Jetzt dürfen sie die Ferien endlich ohne Einschränkungen genießen, so wie die anderen 80 Volksschulkinder, deren Impfstatus belegt werden konnte. Das zeigt aber auch, dass die Durchimpfungsrate in der VS Göfis Kirchdorf unter 95 Prozent liegt: dieser Wert sollte mindestens gegeben sein, um den Herdenschutz zu gewährleisten. Das bedeutet, ab 95 Prozent Impfrate sind Ungeimpfte (manche Kinder können wegen Krankheiten nicht geimpft werden) durch die Impfungen ihres Umfelds von Ansteckung geschützt.

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