Vorarlbergpremiere: Auerochsenfamilie im Feldkircher Wildpark

Vorarlberg / 20.04.2019 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das einjährige Kalb, der dreijährige Stier und die neunjährige Kuh müssen sich nun erst in ihrem neuen Heim einleben. EGLe
Das einjährige Kalb, der dreijährige Stier und die neunjährige Kuh müssen sich nun erst in ihrem neuen Heim einleben. EGLe

Seit Kurzem gibt es am Ardetzenberg die erste Auerochsenfamilie in Vorarlberg zu bestaunen.

Feldkirch Eigentlich ist die Gattung der Auerochsen, der sogenannte „Ur“, seit dem 17. Jahrhundert ausgestorben. Dank einer Nachzüchtung vom Beginn des 20. Jahrhunderts existiert wieder eine Population, wenngleich auch wesentlich kleiner und körperlich schwächer als ihre Vorfahren.

In der vergangenen Woche ist nun eine dreiköpfige Familie der Nachzüchtung aus dem Lainzer Tiergarten nach Vorarlberg übersiedelt: eine neunjährige Kuh mit ihrem knapp ein Jahr alten Kalb sowie ein dreijähriger Stier. Der Transport aus Wien nach Vorarlberg, der vom Bregenzerwälder Tiertransporteur Mathias Nussbaumer vorgenommen wurde, verlief dabei gemäß allen Vorschriften und absolut vorbildhaft, wie auch die verantwortlichen Veterinäre bestätigten.

Tiere sind noch etwas scheu

Derzeit sind die Auerochsen im ehemaligen Rotwildgehege links oberhalb der Murmeltiere untergebracht, werden aber im kommenden Jahr übersiedeln. Am Weg zum Wildpark auf der rechten Seite wird extra ein neues Gehege gebaut, wie Betriebsleiter Christian Amann bestätigt: „Unsere Auerochsen werden künftig also die Besucher des Wildparks quasi begrüßen.“ Noch sind die Tiere etwas scheu und brauchen etwas Zeit, bis sie sich eingelebt haben – vor allem angesichts der Tatsache, dass sie vorher in einer großen Herde gelebt haben, ist das eine komplett neue Situation für die Auerochsen.

Wer die neuen Bewohner besuchen will, braucht jetzt wohl noch eine Portion Glück, um sie auch tatsächlich zu erblicken. Amann zeigt sich aber optimistisch, dass die Auerochsen bald deutlich zutraulicher werden.

Aus drei werden bald vier

Zudem gibt es eine weitere gute Nachricht: Die Kuh ist wieder trächtig und erwartet im kommenden Sommer erneut Nachwuchs, die kleine Familie ist also bald zu viert oder – wie sich auch treffend sagen ließe – achthörnig. CEG