Osterwochenende: 23 Verkehrsunfälle in Vorarlberg, elf Führerscheine abgenommen

Vorarlberg / 23.04.2019 • 12:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
 Ein Biker ist am Ostermontag bei einem schweren Unfall in Tirol ums Leben gekommen. APA
Ein Biker ist am Ostermontag bei einem schweren Unfall in Tirol ums Leben gekommen. APA

Im Vergleich zum Vorjahr ereigneten sich in Vorarlberg am Osterwochenende deutlich mehr Verkehrsunfälle. Mehr Personen waren alkoholisiert unterwegs. 

Schwarzach Von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag ereigneten sich 23 Verkehrsunfälle in Vorarlberg, insgesamt wurden 33 Menschen verletzt. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 wurden bei 14 Verkehrsunfällen 19 Menschen verletzt. Insgesamt wurden durch mobile und stationäre Radarmessungen im Zuge von Zivilstreifen und durch Lasermessungen durch die Landesverkehrsabteilung sowie die Polizeiinspektionen des Bundeslandes 2716 Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt, was ein Plus von 503 Geschwindigkeitsübertretungen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

25 alkoholisierte Fahrzeuglenker

Im Zuge der Überwachungstätigkeiten wurden insgesamt 25 (18 im Vorjahr) alkoholisierte Fahrzeuglenker aus dem Verkehr gezogen (davon 19 über 0,8 Promille). Elf Fahrzeuglenkern wurde der Führerschein an Ort und Stelle abgenommen.

2018 verzeichnete die Vorarlberger Polizei am Osterwochenende 14 Verkehrsunfälle mit 19 Verletzten, 2017 waren es zehn verletzte Personen bei neun Unfällen. Damals wurden im Zuge der Verkehrskontrollen 18 alkoholisierte Fahrzeuglenker aus dem Verkehr gezogen, von denen 13 über 0,8 Promille hatten. Sieben Fahrzeuglenker mussten den Führerschein an Ort und Stelle abgeben.

Österreichweit sieben Todesopfer

Nachdem im Vorjahr am Osterwochenende zwei Verkehrstote zu beklagen waren, stieg die Opferzahl heuer laut vorläufigen Daten des Innenministeriums auf sieben. In den vergangenen zehn Jahren war nur zu Ostern 2016 die Zahl der Todesopfer höher als heuer.

Insgesamt liegt Österreich deutlich hinter seinen Verkehrssicherheitszielen. Im Jahr 2020, also nächstes Jahr, soll die Zahl der Verkehrstoten um 50 Prozent niedriger sein als im Schnitt der Jahre 2008 bis 2010. Vom Zielwert von weniger als 293 Verkehrstoten ist Österreich aber derzeit weit entfernt, mahnt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Im Vorjahr kamen 400 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, heuer ist in den ersten vier Monaten die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahr nicht zurückgegangen.

Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen gegen die Hauptunfallursachen zu hohes Tempo sowie Ablenkung am Steuer und Unachtsamkeit. Dass zu hohes Tempo in Österreich ein großes Problem ist, zeigt auch die Bilanz des Innenministeriums. Im Vorjahr wurden 5,3 Millionen Übertretungen von Tempolimits geahndet, das sind im Schnitt 14.570 Übertretungen pro Tag.

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