Röthner Kinder „klapfern“ für Kinder in Uganda

Vorarlberg / 23.04.2019 • 12:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Klapfergruppe aus Röthis (mit Begleiter Christoph Erhart (rechts) sammelte dieses Jahr für Kinder in Uganda. Egle
Die Klapfergruppe aus Röthis (mit Begleiter Christoph Erhart (rechts) sammelte dieses Jahr für Kinder in Uganda. Egle

In Röthis gaben Kinder und Jugendliche zu Ostern kurze „Klapfer-Konzerte“ und sammelten dabei Spenden.

Röthis Hierzulande sind Ratschen, Rätschen oder ähnliche Holzinstrumente vor allem bekannt als Ersatz für die Kirchenglocken, die am Karfreitag und -samstag bekanntlich nach Rom fliegen. Mit den meist selbstgebauten Lärmgeräten werden die Kirchenbesucher stattdessen zum Gottesdienst gerufen. In Röthis ist diese Tradition in etwas anderer Form vorhanden. Bereits seit vielen Jahren ziehen Kinder und Jugendliche des Dorfs, ausgestattet mit „Klapfern“, wie die Ratschen hier genannt werden, durch das Dorf, machen Halt bei den Häusern und bitten um eine kleine Spende. Stets versehen mit einem lauten, kurzen Konzert. Wurden früher vor allem Süßigkeiten erspielt, ging man Ende der 90er-Jahre dazu über, um einen finanziellen Beitrag zu klapfern. Das geht zurück auf eine Initiative von Reinhilde Müller, die die Gelder für die Pfarre Kkungu in Uganda sammelte. Dort gehen die Kinder meist ohne Frühstück zur Schule, Müller wollte diesen Umstand ändern was auch gelang. Mehr als 4000 Kinder in 17 Volksschulen bekommen so eine warme Mahlzeit, mit dem Klapfern in Röthis finanziert man ungefähr ein ganzes Trimester.

Seit vielen Jahren ist auch Christoph Erhart, der bereits als Kind mit dabei war und nun schon länger als Begleitung verantwortlich ist, Teil des Klapferumzugs. Stets geht man die gleiche Route und die Leute warten teilweise schon auf die Kinder und ihre Klapfern. Auch dieses Jahr war man erfolgreich und sammelte genug Geld, um den Kindern in Uganda für die nächsten Monate ein reichhaltiges Frühstück zu sichern. CEG