Aqua Forum widmet sich der Vollbeschäftigung

Vorarlberg / 26.04.2019 • 18:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Judith Pühringer äußerte kritische Worte zum Ziel Vollbeschäftigung.heilmann
Judith Pühringer äußerte kritische Worte zum Ziel Vollbeschäftigung.heilmann

Kritische Töne zu Regierungsmaßnahmen prägen Forum.

Frastanz Die Aqua Mühle Frastanz hilft mit vielfältigen Programmen und Aktivitäten Menschen, die als nicht mehr arbeitsfähig oder schwer vermittelbar gelten, wieder an das Arbeitsleben heranzuführen. Für das diesjährige Aqua Forum wurde daher folgerichtig das Thema Vollbeschäftigung herangezogen. Ein erklärtes Ziel der aktuellen Bundesregierung. Dass man beim Sozialunternehmen aber nicht mit allen Vorschlägen der Regierung zufrieden ist, zeigt schon der Titel des Forums: „Was nicht passend ist, wird passend gemacht.“ 

Die Hauptvortragende des Vormittags, Judith Pühringer, Geschäftsführerin von Arbeit Plus, stellte das Ziel der Vollbeschäftigung in Frage. Gerade in Zeiten der Transformation, wie derzeit durch die Digitalisierung, greife dieses Konzept zu kurz. Nicht nur die Wirtschaft sei als Arbeitgeber zu betrachten, auch soziale Unternehmen wie die Aqua Mühle spielen ihrer Meinung nach eine wichtige Rolle. „In diesen Unternehmen werden viele Visionen für die zukünftige Arbeitswelt bereits gelebt“, ist sie überzeugt. Der derzeitige Fokus der Regierung ist für sie deshalb abzulehnen.

Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker übte Kritik. „Nicht nur die Wirtschaft schafft Arbeitsplätze“, monierte sie in Richtung Arbeitsministerin Beate Hartinger-Klein Gerade Pflege und Kinderbetreuung seien Bereiche, in denen neue Arbeitsstellen geschaffen würden und das von öffentlichen Einrichtungen. Egon Blum, als Vertreter der Wirtschaft, wiederholte eine altbekannte Forderung: die Pflegelehre müsse kommen. VN-GMS