Kiesabbau in Paspels wird geprüft

Vorarlberg / 29.04.2019 • 14:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Paspelsseen sind durch Kiesabbau entstanden, werden heute aber auch als wichtiges Naherholungsgebiet genutzt. Jetzt könnte der Kiesabbau wieder stark zunehmen. BrandT

Agrargemeinschaft Altenstadt will Projekt prüfen. Bis zu vier Millionen Kubikmeter Kies könnten abgebaut werden.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch Die Agrargemeinschaft Altenstadt hat bei ihrer jährlichen Vollversammlung entschieden, dass der Abbau von Kies im Bereich Paspels geprüft werden soll. Dabei beruft sich die Agrar auf die Rohstoffstudie des Landes, die neben einem großen zukünftigen Bedarf auch mögliche Gewinnungsorte aufzeigt. Darin wird auch die Tür zu Nassbaggerungen, wenn auch unter Auflagen, wieder geöffnet. „Dabei gelten strenge geologische und hydrologische Voraussetzungen – wie zB die Berücksichtigung des Trinkwasserbedarfs. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, gibt es auch keinen Kiesabbau“, betont Agrar-Obmann Robert Ess.

Es geht um sehr viel Kies. Eine Prüfung habe ergeben, dass rund vier Millionen Kubikmeter im Abbaugebiet vorhanden seien. Die Agrar sieht unter anderem einen Vorteil darin, dass man aufgrund der Nähe zum Kieswerk der Firma Hilti und Jehle keine Lkw-Fahrten benötigen würde. Ess betont aber, dass der Rohstoff nicht nur dem Bauunternehmen zur Verfügung stehen würde: „Wer Bedarf hat, würde Kies von uns bekommen.“

„Wer Bedarf hat, würde Kies von uns bekommen.“

Robert Ess, Obmann Agrar Altenstadt

Die Nähe zum Naherholungsgebiet Paspelsseen wird von vielen kritisch gesehen. Dieses wird in den regionalen Entwicklungskonzepten von Feldkirch und Rankweil als schützenswert beurteilt. Auch die Nassbaggerungen werden kritisiert. Kritikerin Nina Tomaselli (Feldkirch blüht) verweist auf eine Studie, die durch diese Methode mögliche Verunreinigungen des Grundwassers befürchtet. VN-GMS