Thomas Matt

Kommentar

Thomas Matt

Niemand werkt für sich allein

Vorarlberg / 01.05.2019 • 17:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Niemand werkt für sich allein. Tut er es doch, dann geht kaum ein Tag ins Land, an dem er nicht sein Umfeld vermisst: Kolleginnen und Kollegen, gemeinsame Kaffeepause, Scherze … Das macht Facebook nicht wett. Selbst der geteilte Ärger über unliebsame Vorgesetzte kann einem richtig fehlen, wenn man allein vor dem Bildschirm sitzt.

Deshalb ist der Tag der Arbeit für den alten Rechts-Links-Zwist eigentlich zu schade. Er ermahnt uns nicht nur, menschenwürdige Bedingungen zu schaffen. Er sagt, dass Arbeit ein Menschenrecht ist, und dass sie sinnstiftend sein soll. Dieser Tag macht auch deutlich, dass Arbeit in der freien Zeit ihr Gegenstück braucht, sonst frisst sie den Menschen auf mit Haut und Haar.

Der Tag der Arbeit erzählt uns aber auch vom Wert des Teams. Vom Zusammenspiel, das Arbeit erst gelingen lässt, vom gemeinsam Geleisteten und Ertragenen, von der Freude am Erfolg aller. Denn niemand werkt für sich allein. So wäre der Tag gut verbracht, wenn wir ihn jenen widmeten, die uns tagtäglich die Arbeit leichter machen, den Kolleginnen und Kollegen zum Beispiel.