Appell an Raumplanungsbeirat

Vorarlberg / 02.05.2019 • 18:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Initiativen fordern Schutz der Landesgrünzone und stattdessen gewidmete Flächen zu nützen.

Schwarzach Die Initiativen Lebensraum Weiler, Ludesch, Bodenfreiheit und Naturschutzbund richten sich in einem gemeinsamen offenen Brief an die Mitglieder des Raumplanungsbeirats. Sie fürchten um die Grünzone des Landes, wenn der Beirat heute, Freitag, über die Herausnahme weiterer Flächen berät. Gleichzeitig kritisieren sie die geplanten Kompensationen.

Die Initiativen schreiben: „Die aktuellen Beispiele in Nenzing, Fußach, Ludesch, aber auch anstehende Pläne in anderen Gemeinden machen deutlich, wie sorglos mit dieser zentralen raumplanerischen Errungenschaft Vorarlbergs umgegangen wird.“ Bei Hydro in Nenzing spreche man zwar davon, dass die Grünzone durch die Kompensation an Größe gewinne, aber: „Wenn die Straße entlang der Ill mitgerechnet wird und künftig als Grünzone zählt, machen wir uns selbst etwas vor.“ Bei Alpla in Fußach sei schon im Jahr 2000 Landwirtschaftsfläche verloren gegangen. Die Aktivisten fragen: „Wenn es vor 19 Jahren nicht möglich war, Ausgleichsflächen zu finden, wie sollen dann die 3,73 Hektar heute kompensiert werden können?“ Bei der geplanten Erweiterung der Firmen Rauch und Ball in Ludesch kritisieren sie, dass die Kompensationsflächen an Hängen liegen. Die Unterzeichner sind überzeugt: „Die drei Beispiele zeigen, dass freier Raum endlich ist und nicht substituiert werden kann.“ Nun stehe das Land vor der Entscheidung: Lebensraum oder Industriestandort? VN-mip