Kälteeinbruch sorgt für Unruhe bei den Obstbauern

Vorarlberg / 02.05.2019 • 20:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Kirschenernte möchte sich Roman auch heuer nicht entgehen lassen. Jetzt darf es der Frost halt nicht zu wild treiben. VN/Lerch
Die Kirschenernte möchte sich Roman auch heuer nicht entgehen lassen. Jetzt darf es der Frost halt nicht zu wild treiben. VN/Lerch

In den kommenden Tagen macht der Frühling Pause.

Schwarzach Ob es nun die Eisheiligen sind oder einfach Wetterkapriolen – einerlei. Sicher ist: Es wird in den kommenden Tagen noch einmal kalt und nass. Die Feuchtigkeit tut der Natur gut, die große Kälte in Tallagen weniger. Vor allem die Obstbauern sind etwas beunruhigt, könnte die Quecksilbersäule doch knapp unter null Grad fallen.

Schnee bis ins Tal?

Ungemütlich wird es ab heute, prophezeit Wettertechniker Arnold Tschofen von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Filiale Bregenz. „Es wird in der Früh stark bewölkt mit Temperaturen zwischen vier und acht Grad. Die Höchstwerte kommen am Freitag kaum über 13 Grad hinaus.“ Dazu gesellen sich immer wieder Regenschauer. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt laut Tschofen bei 100 Prozent, erst am Nachmittag soll es einige trockene Phasen geben.

Nass und kalt geht es dann in den Samstag. Aber: Noch sollte es in der Nacht auf Samstag keinen Frost geben. „Es wird wieder regnen. Am Nachmittag könnte der Niederschlag dann nachhaltig sein. Die Schneefallgrenze sinkt auf 1000 Meter. Die Höchsttemperatur im Rheintal liegt bei elf Grad.

Am Sonntag erreicht die Kältewelle voraussichtlich ihren Höhepunkt. Die Niederschläge halten an, die Schneefallgrenze sinkt auf unter 1000 Meter. „Bis ins Tal dürfte es der Schnee nicht schaffen, aber ganz ausschließen kann man es nicht“, sagt Tschofen. Das letzte Mal Schnee im Mai gab es im Jahre 1942. „Ein Zentimeter lag damals in Bregenz“, berichtet Tschofen. Etwas beunruhigt verfolgt man die Wetterentwicklung in Fraxern. Dort, wo die Kirschblüte zwar bald schon vorbei ist, es bis zur Ernte der köstlichen Früchte aber noch dauert. „Stimmen die Wetterprognosen für die kommenden Tage, dann gibt es in unserer Höhenlage einmal minus ein Grad. Das sollten wir gerade noch überstehen. Aber kälter darf es nicht werden“, drückt Bertram Nachbaur, Obmann des Obstbauvereins von Fraxern seine Gefühlslage aus.

Zwischen 700 und 1000 Metern befinden sich die Fraxner Kirschbäume. „Bisher ist alles gut verlaufen. Jetzt hoffen wir halt, dass wir diese Kältephase gut überstehen. Dann hätten wir eine Sorge weniger“, gibt sich der Obstbauer vorsichtig optimistisch. VN-HK

„Wird es nicht kälter als minus ein Grad, so sollten wir das gerade noch überstehen.“