Kriminalstatistik 2018: Vorarlberger Polizei wieder Spitzenreiter bei der Aufklärung

Vorarlberg / 02.05.2019 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vorarlbergs Exekutive schaffte im Vorjahr  bei den Straftaten eine Aufklärungsquote von 63,9 Prozent. vol.at/Pletsch
Vorarlbergs Exekutive schaffte im Vorjahr bei den Straftaten eine Aufklärungsquote von 63,9 Prozent. vol.at/Pletsch

Die Polizei stellte im Vorjahr eine leichte Zunahme bei Gewaltverbrechen und steigende Internetkriminalität fest.

Landespolizeidirektor Hans-Peter Ludescher und Philipp Stadler, stellvertretender Leiter des Kriminalamtes, präsentierten am Donnerstag die polizeiliche Kriminalstatistik 2018 für Vorarlberg.

Demnach ist Vorarlberg mit einer Aufklärungsquote von 63,9 Prozent einmal mehr österreichweiter Spitzenreiter bei der Aufklärung von Straftaten. Die Zahl der erstatteten Anzeigen ging 2018 im Vergleich zum Vorjahr zurück. Kriminalität im Internet bleibt weiterhin eine große kriminalpolizeiliche Herausforderung. Das zeigen die aktuellen Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für Österreich.

Gewaltbegriff neu definiert

Wichtig ist festzuhalten, dass im Jahr 2018 der Gewaltbegriff neu definiert und erweitert wurde. Es wurden zahlreiche rechtliche Änderungen aufgenommen und Tatbestände wie die gefährliche Drohung oder Raubdelikte miterfasst, um die größtmögliche Bandbreite der Gewaltkriminalität abzubilden.

2018 bearbeitete die Polizei in Vorarlberg insgesamt 19.875 Anzeigen, davon 1406 Versuche. Das bedeutet im Vergleich zum Jahr 2017 einen Rückgang von 0,8 Prozent bzw. ein Minus von 162 in absoluten Anzeigenzahlen. Die Aufklärungsquote konnte um 3,9 Prozent verbessert werden.

Drei Tötungsdelikte

Insgesamt wurden in Vorarlberg ca. 15.000 Tatverdächtige ausgeforscht, im Vergleich zu 2017 ist das ein Plus von 14,9 Prozent. 6158 Tatverdächtige waren nicht-österreichische Staatsbürger. Der Anteil der nicht-heimischen Tatverdächtigen lag somit bei 41,1 Prozent (2017:39,4 Prozent). Zu den Herkunftsländern der Tatverdächtigen zählten 2018 Deutschland (1354), Türkei (881), Rumänien (587), Russische Föderation (340) und Serbien (336).

3680 Gewaltdelikte wurden 2018 in Vorarlberg zur Anzeige gebracht. Unter ihnen drei vollendete und zwei versuchte Tötungsdelikte. Insgesamt entspricht das einem Anstieg von einem Prozent. In 325 Fällen der angezeigten Straftaten blieb es beim Versuch. Die Aufklärungsquote lag bei 89,4 Prozent. Weiterhin gestiegen ist die Zahl der Wohnungseinbrüche, die Aufklärungsquote lag bei 44,1 Prozent. Außerdem zeigt sich, dass sich die Kriminalität ins Internet verlagert, die einschlägigen Straftaten steigen 2018 um 2,5 Prozent auf 740 mit einer Aufklärungsquote von 43,1 Prozent.

„Ich bin froh, dass wir bundesweit wieder die Besten waren.“

Landespolizeidirektor Hans-Peter Ludescher

Landespolizeidirektor Ludescher: „Ich bin froh, dass wir bundesweit wieder die Besten waren. Ich habe großes Vertrauen, dass wir die Sicherheitslage in Vorarlberg auch in den nächsten Jahren stabil halten werden. Die Bevölkerung kann sich weiterhin auf unser professionelles und engagiertes Handeln verlassen.“