Spitzenreiter bei Tataufklärung

Vorarlberg / 02.05.2019 • 22:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Vorarlberger Polizei war im Jahr 2018 wieder österreichischer Spitzenreiter bei der Aufklärung von Straftaten. vol.at/Pletsch
Die Vorarlberger Polizei war im Jahr 2018 wieder österreichischer Spitzenreiter bei der Aufklärung von Straftaten. vol.at/Pletsch

Vorarlberger Kriminalstatistik 2018: Anstieg von Gewaltverbrechen und Internetdelikten.

Bregenz Landespolizeidirektor Hans-Peter Ludescher und Philipp Stadler, stellvertretender Leiter des Kriminalamtes, präsentierten am Donnerstag die polizeiliche Kriminalstatistik 2018 für Vorarlberg.

Demnach ist Vorarlberg mit einer Aufklärungsquote von 63,9 Prozent einmal mehr österreichweiter Spitzenreiter bei der Aufklärung von Straftaten. Die Zahl der erstatteten Anzeigen ging 2018 im Vergleich zum Vorjahr zurück. Kriminalität im Internet bleibt weiterhin eine große kriminalpolizeiliche Herausforderung. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für Österreich.

Gewaltbegriff neu definiert

Wichtig ist festzuhalten, dass im Jahr 2018 der Gewaltbegriff neu definiert und erweitert wurde. Es wurden zahlreiche rechtliche Änderungen mitaufgenommen und Tatbestände wie die gefährliche Drohung oder Raubdelikte miterfasst, um die größtmögliche Bandbreite der Gewaltkriminalität abzubilden.

2018 bearbeitete die Polizei in Vorarlberg insgesamt 19.875 Anzeigen, davon 1.406 Versuche. Das bedeutet im Vergleich zum Jahr 2017 einen Rückgang von 0,8 Prozent bzw. ein Minus von 162 in absoluten Anzeigenzahlen. Die Aufklärungsquote konnte um 3,9 Prozentpunkte gesteigert werden.

Insgesamt wurden in Vorarlberg 15.000 Tatverdächtige ausgeforscht, im Vergleich zu 2017 ist das ein Plus von 14,9 Prozent. 6158 Tatverdächtige waren keine österreichischen Staatsbürger. Der Anteil der fremden Tatverdächtigen lag somit bei 41,1 Prozent (2017:39,4 Prozent). Zu den Herkunftsländern der Tatverdächtigen zählten 2018 Deutschland (1354), Türkei (881), Rumänien (587), Russische Föderation (340) und Serbien (336).

Drei vollendete Tötungsdelikte

3680 Gewaltdelikte wurden 2018 in Vorarlberg zur Anzeige gebracht. Unter ihnen drei vollendete und zwei versuchte Tötungsdelikte. Insgesamt entspricht das einem Anstieg von einem Prozent. In 325 Fällen der angezeigten Straftaten blieb es beim Versuch. Die Aufklärungsquote lag bei 89,4 Prozent. Weiterhin gestiegen ist die Zahl der Wohnungseinbrüche, die Aufklärungsquote lag bei 44,1 Prozent. Außerdem zeigt sich, dass sich die Kriminalität ins Internet verlagert, die Straftaten stiegen 2018 um 2,5 Prozent auf 740 Straftaten, mit einer Aufklärungsquote von 43,1 Prozent.

Landespolizeidirektor Ludescher: „Ich bin froh, dass wir bundesweit wieder die Besten waren. Ich habe großes Vertrauen, dass wir die Sicherheitslage in Vorarlberg auch in den nächsten Jahren stabil halten werden. Die Bevölkerung kann sich weiterhin auf unser professionelles und engagiertes Handeln verlassen.“  VN-GS

Österreich-Statistik

In Österreich insgesamt ging die Zahl der erstatteten Anzeigen im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent zurück. Die Gewaltkriminalität und Eigentumsdelikte sind rückläufig, die Internetkriminalität bleibt weiterhin eine große kriminalpolizeiliche Herausforderung. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für Österreich. 2018 bearbeitete die Polizei bundesweit insgesamt 472.981 Anzeigen, davon 41.899 Versuche. Das bedeutet im Vergleich zum Jahr 2017 einen Rückgang von 7,4 Prozent bzw. ein Minus von 37.555 in absoluten Anzeigenzahlen. 41 Frauen und 32 Männer sind 2018 in Österreich ermordet worden.