Digitales und Federführungen

Vorarlberg / 03.05.2019 • 19:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
„Stufenweise bis 2022 - das ist nicht die größte Steuerreform, sondern die, die sich am längsten zieht.“
              Wolfgang Katzian
            ÖGB-Präsident

„Stufenweise bis 2022 – das ist nicht die größte Steuerreform, sondern die, die sich am längsten zieht.“

Wolfgang Katzian

ÖGB-Präsident

Überwachungsangst Digitalisierung berührt alle Lebensbereiche. Sie bereitet Furcht und Optimismus zugleich. Eines können digitale Lösungen aber auf jeden Fall: die Arbeit erleichtern. So geschehen zum Beispiel beim Fuhrpark diverser großer Unternehmen. Fahrtenbücher gehören der Vergangenheit an, die Autos können automatisch verteilt und ökonomischer betrieben werden. Auch die Landesverwaltung verwendet über 100 Autos. Die Vermögensverwaltung um Karl Fenkart (52) wollte das Fuhrparkmanagement ebenfalls modernisieren, die Autos mit GPS ausstatten und so effizienter nutzen. Daraus wurde aber nichts. Ein Pilotprojekt ist offenbar wieder gestoppt worden. Im Landhausflur munkelt man, dass die Personalvertretung um Hubert Diem (48) keine Freude damit haben soll. Mitarbeiter könnten überwacht werden. Und was wäre, wenn jemand bei der Jet-Tankstelle in Dornbirn tankt? Man könnte glatt meinen, der Mitarbeiter habe den angrenzenden Erotik-Shop oder ähnliches besucht. Also heißt es im Landhaus weiterhin: Fahrtenbuch schreiben.

Buhlerei Erfolge haben schlussendlich meist viele Väter. Vor allem in der Politik. So auch die durch die VN bekannt gewordene Übersiedlung der Zentrale der Schrunser Traditionsfirma Jägerbau mit Guntram Jäger (64) an der Spitze nach Bludenz. Sowohl Langzeitstadtchef Mandi Katzenmayer (68, VP) als auch Vizebürgermeister Mario Leiter (54, SP) wollen im Vorfeld der Überlegungen Überzeugungsarbeit geleistet und „federführend mitgewirkt“ haben. Kein Wunder, dass in der Alpenstadt von einer Buhlerei zwischen Katzenmayer und Leiter die Rede ist. Fakt ist, dass es primär offenbar rein betriebswirtschaftliche Gründe waren, die Jäger im Montafon zum Abbrechen seiner Zelte bewogen haben.

Schelte Zum Abschied gibt es in der Regel versöhnliche Worte, nicht so in Rankweil. Bürgermeister Martin Summer (47, VP) hatte nach der Ankündigung seines Abschieds in einem Interview mit der „Neuen“ Christoph Metzler (56, Grüne) gewünscht, er möge in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, in die er gehöre. Metzler konterte bei der Verabschiedung, wünschte ihm aber trotzdem ein erfüllendes Leben, allerdings ohne Abschiedsgeschenk. Freundlichere Worte gab es von der Rankler SPÖ, die schenkte dem Imker Summer nicht nur ein Bienenbuch, sondern auch ein paar obligatorische rote Nelken.

„Wir fordern, dass junge Erwachsene nicht mit 18 aus allen Hilfseinrichtungen fliegen, weil sie volljährig sind. “
              Michael Rauch
            Kinder- und Jugendanwalt

„Wir fordern, dass junge Erwachsene nicht mit 18 aus allen Hilfseinrichtungen fliegen, weil sie volljährig sind. “

Michael Rauch

Kinder- und Jugendanwalt

„Drohungen gegenüber Journalisten haben absolut keinen Platz, das ist selbstverständlich.“
              Sebastian Kurz
            auf Harald Vilimskys (FP) Reaktion im ORF-Interview mit Armin Wolf

„Drohungen gegenüber Journalisten haben absolut keinen Platz, das ist selbstverständlich.“

Sebastian Kurz

auf Harald Vilimskys (FP) Reaktion im ORF-Interview mit Armin Wolf

Pflaster oder gelber Belag? Der Hohenemser Bürgermeister Dieter Egger (50, FP) wollte wissen, wer die schönere Innenstadt hat: Bregenz oder Hohenems? Seine Antwort dürfte klar sein.
Pflaster oder gelber Belag? Der Hohenemser Bürgermeister Dieter Egger (50, FP) wollte wissen, wer die schönere Innenstadt hat: Bregenz oder Hohenems? Seine Antwort dürfte klar sein.