Gemeinde Götzis hatte Gründe, warum Pappeln bei der Mösle-Halle gefällt wurden

Vorarlberg / 04.05.2019 • 11:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Schnitt bringt den schlechten Zustand dieser Pappel deutlich ans Tageslicht. Die Gemeinde nimmt Ersatzbepflanzungen vor. GEMEINDE

Ein erboster Bürgerforumsteilnehmer ärgerte sich über Baumfällungen durch die Gemeinde Götzis. Diese hat aber gute Gründe: Die Pappeln waren krank und damit eine Gefahr.

Gernot Schweigkofler

Götzis „Mein Herz blutet“, mit diesen dramatischen Worten startet ein Teilnehmer im Bürgerforum seine Kritik an der Marktgemeinde Götzis. Diese hatte Ende April Pappeln im Bereich der Tennishalle im Mösle gefällt, dabei seien diese doch direkt ein Wahrzeichen gewesen. Der Zorn des Melders war bemerkbar: „Ich hoffe, im Sommer ist die Halle nun überhitzt und hoffentlich zahlen wir als Bürger nun nicht für die unfähigen Gärtner oder teure Klimaanlagen.“

In Götzis mussten zuletzt viele Bäume gefällt werden, der Borkenkäfer hat Waldgebiete befallen. Das Thema bewegt also. Bürger meldeten sich rasch, einer meinte, dass die Bäume wohl in einem schlechten Zustand gewesen seien.

Pappeln wachsen schnell, werden dafür aber nicht sehr alt.“

Amtsleiter Konrad Ortner

Auch der Götzner Amtsleiter Konrad Ortner hat sich schnell gemeldet. Die Bäume seien in schlechtem Zustand gewesen, bestätigt er, das habe man daran gesehen, dass bei den Stürmen der letzten Woche auch größere Äste der Pappeln abgebrochen seien. Daraufhin habe man die Bäume überprüft, das habe ergeben, dass die Bäume in teils sehr schlechtem Zustand waren. „Pappeln wachsen schnell, werden dafür aber nicht sehr alt“, erklärt Ortner. „Es werden nur notwendige Fällungen gemacht, so wurden die Pappeln neben der Halle belassen“, fährt er fort. Diese würden allerdings genau beobachtet. Als Ersatz werden Hainbuchen angepflanzt, diese seien standortgerecht, langlebig und robust. Die Halle, schließt der Amtsleiter, sei im übrigen nicht im Besitz der Gemeinde, sondern mit Baurecht errichtet worden: „Allfällige Kosten gehen nicht zu Lasten der Gemeinde und ihrer Bürger.“