Plädoyer für ungemähte Streuwiesen

05.05.2019 • 16:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Streuwiesen bieten einen wertvollen Lebensraum für Insekten. Stiplovsek
Streuwiesen bieten einen wertvollen Lebensraum für Insekten. Stiplovsek

Großflächige Mahd zerstört wertvollen Lebensraum.

Bregenz Die Streuwiesen, deren Mahdgut überwiegend als Einstreu in den Stallungen diente, wurden früher erst zur arbeitsärmeren Zeit im Herbst gemäht. Wenn es sich um besonders feuchte Wiesen handelte, konnte mitunter erst im Winter bei gefrorenem Boden die Mahd durchgeführt werden. Dadurch entstand auf den Riedwiesen ab dem Spätsommer ein Mosaik aus unterschiedlichen Schnittzeitpunkten. Durch diese besonders extensive Art der Bewirtschaftung gab es eine außerordentlich hohe Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten.

Heutzutage werden Streuwiesen in den Tallagen Vorarlbergs oft großflächig bereits Anfang September gemäht. Veränderungen in der Kulturlandschaft, der technische Fortschritt und der gesetzliche Mahdtermin ab ersten September begünstigen diese Vereinheitlichung der Herbstmahd. Dadurch werden viele wertvolle Insekten geopfert.

Umweltlandesrat Johannes Rauch und die Regionsmanagerin für Europaschutzgebiete, Petra Häfele, machen sich dafür stark, diese Flächen bis zur Herbstmahd im darauffolgenden Jahr brach liegen zu lassen und dadurch wertvollen Lebensraum zu schützen.