Defektes Wetterradar wird Politikum

Vorarlberg / 06.05.2019 • 19:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Seit der Inbetriebnahme 2007 fällt die Anlage nur durch Schäden auf.bösch
Seit der Inbetriebnahme 2007 fällt die Anlage nur durch Schäden auf.bösch

FPÖ fordert Instandsetzung der Anlage auf der Valluga.

bregenz Die endlose Geschichte um das defekte Wetterradar auf der Valluga wird nun offenbar zum Politikum. In einer Anfrage an Sicherheitslandesrat Christian Gantner will FPÖ-Tourismussprecher Hubert Kinz unter anderem wissen, warum die für die Vorhersage von Niederschlägen so wichtige Anlage nicht längst instandgesetzt ist und vor allem, warum sie seit mehr als eineinhalb Jahren nicht funktioniert. „Die Radarstation wäre nicht nur für den Straßenverkehr, sondern auch für die Katastrophenverantwortlichen des Landes sowie für betroffene Gemeinden und den Tourismus von großer Bedeutung“, meint Kinz. Er ist nicht der Einzige, dem das Theater um das Wetterradar sauer aufstößt. Wie die VN berichteten, ärgert sich auch Michael Manhart, Chef der Skilifte Lech, über die brachliegende Messanlage. Den für die Sicherheit der Infrastruktur und Siedlungsräume Verantwortlichen müssten ohne Verzögerung zeitaktuelle Bildsequenzen zur Verfügung gestellt werden, um Starkniederschläge und Stürme rechtzeitig erkennen zu können, ließ er auch Verkehrsminister Norbert Hofer wissen. 

Gernot Längle, Leiter der Abteilung Inneres im Amt der Landesregierung, sprach damals von einem großen Schaden an der Anlage und enormen Investitionskosten, um sie wieder flott zu kriegen. Was deren Wiederherstellung betrifft, würden laufend Gespräche mit dem Betreiber, der Austro Control, geführt. Auch das Land habe ein Interesse daran, dass die Messstelle wie vertraglich vereinbart funktioniere.

Laut Kinz hat das Verkehrsministerium den Vertrag zum Betrieb des Wetterradars inzwischen jedoch gekündigt. Die Zuständigkeit soll beim Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus liegen, welches im Rahmen einer Vereinbarung mit Vorarlberg und Tirol eine solche Anlage wieder installieren könnte, wie der FPÖ-Abgeordnete den zuständigen Landesrat wissen lässt. Kinz interessiert nun, ob eine neue vertragliche Vereinbarung geplant ist und ob ein Zeitplan zur Wiederinbetriebnahme des Wetterradars besteht. VN-MM