Emsiana mit Premieren und Überraschungen

06.05.2019 • 15:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schloss Glopper ist im Rahmen der Hohenemser Emsiana erstmals öffentlich zugänglich.tf
Schloss Glopper ist im Rahmen der Hohenemser Emsiana erstmals öffentlich zugänglich.tf

Emser Kulturfest bietet musikalisch wie historisch Interessantes.

Hohenems Ein neuer Emsiana-Programmpunkt in diesem Jahr ist ein Kino unter Sternen im jüdischen Viertel mit den Klassikern „Cinema Paradiso“ und „Don Camillo und Peppone“. Das kulinarische Herz von la bella Emsiana schlägt auf dem Salomon-Sulzer-Platz, wo italienisch-gastrosophe Verhältnisse herrschen. Alljährliche Höhepunkte der Emsiana sind die Konzerte im Salomon-Sulzer-Saal. Weltmusik, gesungen in englischer, arabischer und französischer Sprache, und das Erstlingswerk „Ahlam“ bringt das Trio NES am 10. Mai nach Hohenems: jazzig, soulig und klassisch, ein Mix aus französischen Chansons und traditioneller arabischer Musik.

Als eine der interessantesten Erscheinungen der jungen italienischen Musikszene gilt Floriana Cangiano (FLO) mit ihrer Mischung aus Pop, Folk und Weltmusik. FLO widmet sich dem traditionellen neapolitanischen Gesang einer Rosa Balistreri, ist aber ebenso inspiriert von Künstlerinnen und Künstlern wie Billie Holiday, Elis Regina, Amalia Rodriguez und Cesaria Evora. Bei der sonntäglichen Jazzmatinee am 12. Mai spielt das Quartett Emsiana auf. Das eigens für die Emsiana formierte Trio um Helia Samadzadeh, Peter Madsen und Dietmar Kirchner wird durch Martin Grabher und sein Schlagzeug verstärkt. Kompositionen von Henry Mancini, Ennio Morricone und Nina Rota entführen das Publikum nach Italien.

Zu einer „Mediterranen Reise“, die traditionelles Liedgut aus Orient und Okzident mit Improvisation verknüpft, laden auch Andreas Paragioudakis, Marcello Wick und Christos Stertsos ein. Das intime Foyerkonzert im Jüdischen Museum bildet am Samstagabend den musikalischen Abschluss.

Ein Highlight im Programm sind die verschiedenen Führungen, die neben italienischen Spuren auf dem jüdischen Friedhof auch die Geschichte der Einwandererfamilie Collini bis hin zur Firmengründung verfolgen. Auch die aus dem Dornröschenschlaf erwachte Villa Iwan und Franziska Rosenthal ist bei der Emsiana zu besichtigen. Die gotische Burg Schloss Glopper, einst Rückzugsburg der Emser Ritter, ist im Rahmen der Führungen erstmals öffentlich zugänglich. Karten für die Führungen in der Villa Rosenthal und auf Schloss Glopper gibt es ausschließlich im Vorverkauf. tf