Französische Zeitschrift berichtet über Vorarlberger Plan zum Schutz von Notre-Dame

06.05.2019 • 13:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Die französische Wochenzeitschrift „Courrier international“ berichtet über einen Artikel der Vorarlberger Nachrichten, wonach das Vorarlberger Bauunternehmen Rhomberg Bau ein Dach für die Pariser Kathedrale innerhalb von drei Monaten realisieren könnte.

Schwarzach, Paris Die Bilder der brennenden Notre-Dame gingen um die Welt. Die Brandkatastrophe am 15. April löste offenbar nicht nur Entsetzen aus, sondern auch Erfindungsgeist, denn seither schicken Architekten aus aller Welt Entwürfe für den Wiederaufbau von Notre-Dame in Paris ins Rennen. Auch aus Vorarlberg stammt eine originelle Idee: Der Bregenzer Bauunternehmer Hubert Rhomberg machte vergangene Woche einen Vorschlag für den Wiederaufbau der gotischen Kathedrale. Demnach solle ein gut durchdachter Plan und die Verwendung von Holz die angeschlagene Kathedrale vor weiterem Schaden bewahren: „Schon der alte Dachstuhl war aus Holz, und der hat immerhin 800 Jahre gehalten“, sagte der Baumeister, der die Pläne an die zuständigen Stellen in Paris weitergeleitet hat, vergangene Woche gegenüber den VN.

Screenshot „Courrier international“

Dieses Vorhaben stieß auch in Frankreich auf Aufmerksamkeit: Die französische Wochenzeitschrift „Courrier international“ berichtete unter dem Titel „Reconstruction. L’Autriche à la rescousse de Notre-Dame“ (Übersetzt etwa: „Wiederaufbau: Österreich bietet Unterstützung zur Rettung von Notre-Dame) kurz nach Erscheinen über den Artikel der Vorarlberger Nachrichten – samt Faksimile der VN-Titelseite vom 30. April 2019. Ob der Artikel des französischen Blattes eine mögliche Realisierung der Pläne von Hubert Rhomberg für die Pariser Katherdrale vorantreibt, wird sich zeigen.

Moosbrugger
Moosbrugger

Vorfertigung und Nadelbaumholz

Rhombergs Plan, der innerhalb von drei Monaten umsetzbar sein und Pariser Zimmerer einbeziehen soll, sieht vor, eine vorgefertigte, aufgelöste Fachwerkkonstruktion zu montieren. Auf dieser sollen anschließend vorelementierte Holzrippenelemente angebracht werden, die aus Holzwerkstoff-Platten bestehen, die mit Rippen aus Brettschichtholz verleimt werden und an der Außenseite bereits über eine regendichte Dachhaut verfügen. Das Dach der Notre-Dame solle so noch vor Wintereinbruch wasserdicht und sicher vor Witterungseinflüssen gemacht werden. Statt der bisherigen Eiche will Rhomberg Fichte, Kiefer oder Tanne verwenden, das sei in Frankreich vorrätig und könnte entsprechend schnell beschafft und industriell verarbeitet werden.