„Freitag um Fünf“ in Feldkirch: Auf historischen Spuren der Krankenpflege

06.05.2019 • 12:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gerold Werner erzählte den Teilnehmern einiges zur Heilig-Kreuz-Kapelle. Heilmann

Im Rahmen von „Freitag um Fünf“ wurden historische Orte der Krankenpflege in Feldkirch besucht. Anlass war das 100-jährige Jubiläum des Krankenpflegevereins Feldkirch-Levis-Tisis.

Zu seinem 100jährigen Jubiläum lud der Krankenpflegeverein Feldkirch-Levis-Tisis zu einem historischen Spaziergang auf den Spuren der Krankenpflege in Feldkirch ein. Im Rahmen der Themenführung „Freitag um 5“ warfen Gerold Werner und Christoph Volaucnik an geschichtsträchtigen Orten einen Blick in die spannende Geschichte der Alten- und Krankenpflege in der Montfortstadt Feldkirch.

Christoph Volaucnik vor dem heutigen Rathaus, hier befand sich früher ein Spital. Heilmann
Christoph Volaucnik vor dem heutigen Rathaus, hier befand sich früher ein Spital. Heilmann

Ausgehend vom Domplatz wurde zunächst das Feldkircher Rathaus angesteuert. Hier wurde viel Wissenswertes über das alte Heilig-Geist-Spital, das sich im rechten Gebäudeteil des heutigen Rathauses befand, erzählt. Dieses wurde schon 1218 im Gründungsjahr der Stadt errichtet und beherbergte sogar einen eigenen Weinkeller. Vielen nicht bekannt, befand sich hier früher auch eine Kapelle. Von dieser legt noch eine Kuppel auf dem Dach des Gebäudes Zeugnis ab.

Weiter ging der pflegehistorische Spaziergang in die Kreuzgasse, wo Pfarrer Häusle das erste Altersheim in Feldkirch gründete.Über die Heiligkreuzbrücke ging die Führung weiter zur Heilig-Kreuz-Kapelle, die 1380 von Graf Rudolf V nach einer Pilgerfahrt nach Jerusalem errichtet wurde. Damals gehörte sie noch zum Ortsteil Tisis. Sie enthält spannende Fresken: Innen ist an der rechten Seitenwand der Heilige Antonius zu sehen. Erzählt wurde vom Antoniusfeuer, einer fürchterlichen Krankheit, die oft zu einem grausamen Tod führte. Es war der Antoniter-Orden, der am Antoniusfeuer Erkrankte behandelte und pflegte. Außerdem ist hier ein Teufel zu sehen, der die Entblößten der Hölle zuführt.

Die bewegte Geschichte des Antoniushaus

Weiter führte der Spaziergang zum Antoniushaus, das 1899 erstmals erbaut wurde, 1914-15 als Lazarett diente, 1943 beim Luftangriff auf Feldkirch zerstört und 1951 wiederaufgebaut wurde. Es wurde vor ein paar Jahren umfangreich saniert und erweitert. Heute ist das Antoniushaus ein Haus der Generationen mit 66 Pflegeplätzen und einem offenem Mittagstisch. Dazu wird eine Tagesbetreuung für 15 Klienten angeboten.

Christoph Volaucnik, Thomas Vranjes (GF Antoniushaus), Schwester Elisabeth, Herbert Lins (Obmann KPV Feldkirch-Levis-Tisis) und Gerold Werner. Heilmann
Christoph Volaucnik, Thomas Vranjes (GF Antoniushaus), Schwester Elisabeth, Herbert Lins (Obmann KPV Feldkirch-Levis-Tisis) und Gerold Werner. Heilmann

Zahlreiche Interessenten folgten den Stationen auf dem pflegehistorischen Rundgang, darunter Herbert Lins, Obmann vom Krankenpflegeverein Feldkirch-Levis-Tisis. HE