Volksschule Haselstauden im Zeitplan

06.05.2019 • 05:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die neue Volksschule Haselstauden wird den Stadtteil auch optisch aufwerten. Visualisierung: Stadt Dornbirn

12-Millionen-Euro-Projekt soll Anfang 2020 bezugsfertig sein. Bürgermeisterin spricht von Vorzeigeschule.

Dornbirn Der Schulbau in Dornbirn geht munter weiter: Am 15. Mai findet die Firstfeier für die neue Volksschule Haselstauden statt. Der Bau einer weiteren Volksschule im Stadtteil Forach könnte das nächste Millionenprojekt in der Dornbirner Bildungslandschaft sein.

Rund 100 Millionen Euro sind im Schulraumkonzept der Stadt für Neubauten und Sanierungen vorgesehen. Einige Projekte, wie die Sanierung der Mittelschule Markt, der Neubau des Sonderpädagogischen Zentrums und der Volksschule Edlach wurden bereits umgesetzt. Anfang 2020 soll die zwölf Millionen Euro teure neue Volksschule Haselstauden zur Verfügung stehen. Möglich wurde die rasche Umsetzung des jüngsten Schulprojekts durch die Ausweichschule Fischbach, die seit einigen Jahren als Ausweichquartier für Schülerinnen und Schüler dient, deren Stammschule entweder neu gebaut oder saniert wird. Derzeit werden dort die Haselstauder Volksschüler unterrichtet. „Die neue Volksschule im Haselstauder Zentrum, die mit den Nutzerinnen und Nutzern gemeinsam geplant wurde und den neuesten pädagogischen Anforderungen entspricht, wird ein Vorzeigeprojekt werden“, so Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Wie der zuständige Hochbaustadtrat Walter Schönbeck betont, konnte bislang der Zeit- und Kostenrahmen eingehalten werden.

Herzstück der neuen Volksschule Haselstauden ist eine großzügige, zusammenhängende Lernlandschaft über zwei Ebenen samt Aula, Essbereich, Verwaltung, Nachmittagsbetreuung und Kreativbereich. „Ein Indoor-Campus, der sowohl Raum für Veranstaltungen bietet als auch Treffpunkt für die Schülerinnen und Schüler ist“, kündigt Schulstadtrat Werner Posch eine Schule mit Wohlfühlatmosphäre an. Er rechnet damit, dass schon bald das nächste Projekt, eine neue Volksschule im Forach, spruchreif wird.

Bei aller Freude über die neue Schule wird allerdings gerne verschwiegen, dass das Gebäude zum Teil in einer von Hochwasser gefährdeten Zone liegt. „Daran hat die Stadt bei der Beschlussfassung nicht gedacht“, kritisierte Neos-Stadtvertreter NR Gerald Loacker auf einer Stadtvertretungssitzung im März die Verantwortlichen im Rathaus. Gefahr könnte vom Haselstauderbach ausgehen, der noch auf seinen hochwassersicheren Ausbau wartet. Geplant ist das Millionenprojekt schon lange, allerdings verzögert sich die Umsetzung, weil Verhandlungen mit Grundbesitzern zäh verlaufen, heißt es aus der zuständigen Tiefbauabteilung. Als erste Maßnahme ist jedenfalls noch vor dem Einzug ein Gerinne aus Beton vorgesehen, das die Wassermassen bei einem großen Hochwasserereignis am Gebäude vorbeileiten soll.

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