Elf statt 13 Jahre Haft für Missbrauch

Vorarlberg / 07.05.2019 • 22:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 11. Dezember 2018.
VN-Bericht vom 11. Dezember 2018.

Nun ist das letzte Wort gesprochen, 46-jährigem Oberländer wurden zwei Jahre nachgelassen.

Feldkirch, Innsbruck Im Dezember vergangenen Jahres wurde das Urteil über den damals 46-jährigen Vorarlberger gesprochen (die VN berichteten). Gegen 22 Uhr wurde es verkündet: 13 Jahre Haft wegen einer ganzen Reihe von Sexualdelikten. Unter anderem schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen, pornografische Darstellung Minderjähriger und Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses. Bei 15 Jahren Strafrahmen eine harte Sanktion für den bislang unbescholtenen Angestellten. Ein Grund, warum Verteidigerin Olivia Lerch sich auf alle Fälle für eine Strafberufung entschied. Auch die Staatsanwaltschaft war trotz des beträchtlichen Strafausmaßes nicht zufrieden und erhob ebenfalls Strafberufung. Lerch drang mit ihrem Rechtsmittel durch und erreichte „minus zwei Jahre“.

Der Senat erster Instanz sprach den Mann schuldig, im Zeitraum 2003 bis 2014 insgesamt sechs Buben im Alter zwischen neun und 12 Jahren missbraucht zu haben.

Im Gegensatz zur ersten Instanz ging das Oberlandesgericht von einem Geständnis aus und wertete dies als mildernd. Zudem stützte sich die Strafminderung auf das damals bereits vorgelegte Gutachten von Reinhard Haller, das dem Mann eingeschränkte Zurechnungsfähigkeit attestierte. EC