Museumssaison im Klostertal gestartet

07.05.2019 • 18:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nach der JHV des Museumsverein Klostertal wurde auf das neue Museumsjahr angestoßen, hier Georg Gantner und Thomas Bargehr. DOB

Die Jahreshauptversammlung stand am Beginn des Jahres.

Dalaas Traditionell wurde mit der Jahreshauptversammlung des Museumsvereins Klostertal das Museumsjahr eingeläutet. Obmann Christof Thöny konnte einige wenige Mitglieder im Museum begrüßen. Weiters begrüßte er das neue Vorstandsmitglied Melanie Petschovnik. Sie wird den Vorstand als Beirätin in Zukunft unterstützen. Im Anschluss konnte Museumsvereinsobmann Christof Thöny eine imposante Leistungsbilanz vorstellen. Der Einblick in den in gedruckter Form vorliegenden Jahresbericht umfasste die installierten Ausstellungen, verschiedene Veranstaltungen innerhalb und außerhalb des Klostertal Museums, Kooperationen unter anderem mit der Volksschule Klösterle und Volkshochschule Bludenz, Mundart Mai, Tag der Begegnung, Lange Nacht der Museen und vieles mehr. Das Projekt „Historische ArchitekTouren“ beinhaltet im Klostertal das Türkhaus und den Waldner Pfarrhof. Die Gebäude und die dazugehörenden Geschichten werden dokumentiert. Zudem werden derzeit weitere Gebäude untersucht. Auch Dokumentationen wie „Ein- und Auswanderer“ und ein virtuelles Geschichtsforum beschäftigen den Museumsverein Klostertal. Ein großes Onlinelexikon ist in Arbeit.

Beträchtliche Zunahme

Verschiedene Publikationen, kleine und große Schriftreihen sowie Beiträge im Internet und in Fachzeitschriften sorgen dafür, dass die Literatur über das Klostertal eine beträchtliche Zunahme etwa in der Landesbibliothek verzeichnen kann. Im Büro des Museumsvereins stehen neben allgemeinen Vorbereitungen zu Ausstellungen und Veranstaltungen auch Digitalisierungen, Archivierungen und die Aufarbeitung von Berichten auf dem Tagesprogramm. Die Zuwanderung aus dem heutigen Trentino ins Klostertal wird Thema der nächsten Ausstellung im Klostertal Museum und am Tag der Begegnung, am Sonntag, 19. Mai, bereits zu sehen sein. Durch die damalige Zuwanderung, insbesondere im Zuge des Baus der Arlbergbahn, finden sich im Tal heute Namen wie Lucian, Avanzini, Pisoni oder Stroppa.

Das Klostertal Museum feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen als Museum. Der Museumsverein nimmt das zum Anlass, die Geschichte des Thöny-Hofs genau unter die Lupe zu nehmen. „Dabei werden wir rund 370 Jahre aufarbeiten und der Öffentlichkeit präsentieren. So mancher wird dann das Haus mit anderen Augen sehen“, ist der Museumsvereinsobmann überzeugt. Das Sommerprogramm beinhaltet zudem Vorträge, Reiseziel Museum, Lange Nacht der Museen und Tag des Denkmals.Richtung Winter wird sich der Museumsverein dann dem Thema „Ski- und Wintersport im Klostertal“ widmen. Der Verein ist zudem bestrebt, Ankäufe zu tätigen, um historisch bedeutende Gegenstände wieder ins Klostertal zurückzuholen.

Im Anschluss an die Versammlung referierte Simone Egger zum Thema Heimat. „Heimat hat viele Facetten, viele Bedeutungen“, begann Simone Egger ihren Vortrag. Was hat Heimat früher bedeutet, und was kann Heimat heute bedeuten? Heimatrechte, Heimatorte, Sehnsuchtsort, Heimweh, Ankommen und die Geranie als Heimatblume, lauter Schlagworte, die in ihrem Vortrag Platz erhielten. „Heimat ist ein Ort, wo wir uns wohlfühlen, verstanden werden. Heimat ist als gemeinschaftliche Aufgabe zu verstehen“, schloss sie ihr Referat. DOB