XL – 222 Männer im Klangrausch

07.05.2019 • 16:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Männerchöre LIEDERmännerCHOR Alberschwende, der Männerchor Götzis mit den Chören Harmonie Lindenholzhausen und Germania Freiendiez und Sonus Brass beim Konzert.
Die Männerchöre LIEDERmännerCHOR Alberschwende, der Männerchor Götzis mit den Chören Harmonie Lindenholzhausen und Germania Freiendiez und Sonus Brass beim Konzert.

So lautete das Konzertmotto im ausverkauften Konzertsaal des Festspielhauses.

Bregenz, Götzis Zwei renommierte deutsche Männerchöre, Harmonie Lindenholzhausen und Germania Freiendiez, jeweils unter der Leitung von Jürgen Faßbender, und die bekannten Vorarlberger Männerchöre LIEDERmännerCHOR Alberschwende unter der Leitung von Paul Burtscher sowie dem Männerchor Götzis unter der Leitung von Oskar Egle hatten sich zu einen Gemeinschaftskonzert im Bregenzer Festspielhaus zusammengeschlossen. Professionell begleitet wurden sie vom Bläserensemble Sonus Brass (Trompete – Stefan Dünser und Attila Krako, Horn – Andreas Schuchter, Posaune – Wolfgang Bilgeri, Tuba – Harald Schele)  sowie zusätzlichen Instrumenten, wie Orgel (Christian Lebar), Posaune (Volker Bereuter), Horn (Martin Schöch), Pauke (Heiko Kleber) und Percussion (Mathias Schmidt und Tobias Schmutzhard). Über 1600 Zuhörer waren bei diesem besonderen Abend dabei.

Geistliche Musik im ersten Teil

Der erste Teil des Konzerts war der geistlichen Musik gewidmet. Einfühlsam und mit viel Können wurden das Ave Maria von Franz Biebl, „The Creation“ von Willy Richter, das Kyrie von Piotr Janczak, Benedictus von Karl Jenkins und Gloria von Randol Alan Bass dargeboten und begeisternd vom Publikum aufgenommen. Dazwischen präsentierten die Männerchöre das Stück „Trees“. Die Kombination aus Männerchorsound und feinem Bläserklang war ein besonderes Hörerlebnis. Mit den Stücken „La forza del destino“ von Guiseppe Verdi und „Chiaconna“ von Andrea Falconieri rundete Sonus Brass den ersten Teil perfekt ab.

Besondere Klangmomente

Im zweiten, weltlichen Teil zeigten die Männerchöre mit „Fever“ von Hakan und Robert Sund ihre Vielseitigkeit und rhythmischen Fähigkeiten. „Firedance“ von Antony DiLorenzo ging mit Sonus Brass unter die Haut. Was aber bei 222 Männerstimmen nicht fehlen durfte, kam jetzt zur Aufführung: der klassische Männerchorsound. Mit „Abschied“ von Mathieu Neumann bot sich dazu die Gelegenheit. Beim Lied „Die Nacht“ von Franz Schubert verteilten sich die Männer im Saal und sorgten so für besondere Klangmomente. Im Anschluss ließ Sonus Brass die Akkorde von „Luag, wia d’Sunn pfüati seyt“ von Johannes Bär, stimmungsvoll vom Rang des Saales über dem Publikum erklingen.

Modern und rockig

Was jetzt noch fehlte: moderne Chorliteratur. Aber auch in diesem Genre waren die „Vereinigten Männerchöre“ zu Hause. Mit Miniwanka oder The Moments of Water von R. Murray Schafer stellten sie ihre Vielseitigkeit nochmals unter Beweis. Es folgte das einfühlsame Stück für Männerchor und Blechbläserensemble „You are so beautiful“ von Bruce Fischer und „Mad World“ von Roland Orzabal. Mit „Rocky Roccoco“ von Tristan Schulze ließ Sonus Brass aufhorchen. Dann folgte „Bratislava Lover“ von Thomas Aydintan und „Rock Me, Amadeus“ von Ernst Bartmann. Mit diesen Beiträgen zeigten die Männerchöre ihre rockige Seite.

Zugabe gefordert

Am Ende des Konzerts bedankte sich das Publikum bei den Männerchören mit anhaltendem Applaus und forderte eine Zugabe. Mit dem Vorarlberger Volkslied „Müsle gang ga schlofa“, arrangiert von Oskar Egle, rundeten die Chöre ihr stimmgewaltiges und stimmungsvolles Konzert einfühlsam ab. Dabei verteilten sich die Männer im ganzen Konzertsaal und bedankten sich auf diese Weise beim Publikum.

Noch ein Konzert am 25. Mai

Im Rahmen des Konzertabends demonstrierte Sonus Brass eindrücklich seine Virtuosität am Blech und verschmolz mit dem Männerchor zu einer Einheit. Es spricht zudem für die Qualität, die große Professionalität und das gemeinsame Grundverständnis der drei Chorleiter, aber auch für das Engagement und das Können der vier Chöre, dass sich alle sofort in ein harmonisches Ganzes einfügten und Männerchorklang vom Feinsten darboten.

Wer sich das eindrucksvolle Konzert „XL – 222 Männer im Klangrausch“ noch anhören möchte, hat dazu am Samstag, 25. Mai, um 20 Uhr in der Stadthalle Limburg die Gelegenheit.