Zum Gedenken

08.05.2019 • 15:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Bezau, Koblach Von den Beschwerden und Belastungen des hohen Alters erlöst, wurde Franz Anton Meusburger vom Schöpfer in den ewigen Frieden heimgeholt.

Der Verstorbene wurde am 29. Oktober 1933 als jüngstes von drei Kindern in die Familie des Wagnermeisters Jodok und Maria Anna Meusburger, geb. Reinher, in Bezau geboren. Er besuchte in Bezau die Volks- und Hauptschule. Nach seiner Schulzeit fand er in der Stickerei Bischof einen Arbeitsplatz als Musterdrucker.

Franz Anton wollte eigentlich Bauer werden und zog deshalb 1951 nach Koblach auf den Bauernhof zu dem aus Bezau stammenden Leopold Meusburger.

Weil ihm aber ein Platz in der Landwirtschaftsschule verwehrt blieb, entschloss sich Franz Anton für eine Maurerlehre. Bei der Baufirma Anton Spalt in Koblach erlernte er das Maurerhandwerk und wechselte nach dem Lehrabschluss zur Firma Nägele Bau in Sulz. Hier arbeitete Franz Anton fleißig und gewissenhaft bis zu seiner Pensionierung.

Mit Krimhilde Hämmerle aus Weiler trat er 1962 vor den Traualtar. Sie zogen in das zuvor mit Fleiß und persönlichem Einsatz erbaute schmucke Haus in Koblach. Die Ehe wurde mit vier Söhnen gesegnet.

Einen tiefen Einschnitt in sein Leben brachte 1975 der frühe Tod seines Sohnes Dietmar, der im Alter von zweieinhalb Jahren tödlich verunglückt ist.

Franz Anton war zeitlebens ein begeisterter Musikant. Fünf Jahre spielte er bei der Bürgermusik Bezau und über 40 Jahre bei der Schützenmusik Koblach. Anfänglich hatte er Trompete geblasen, später lernte er aber auch andere Instrumente und spielte am liebsten die Posaune. Bei mehreren Tanzmusikkapellen war Franz Anton ein begehrter Mitmusikant.

Als Franz Anton nach seiner Pensionierung fremder Hilfe bedurfte, übersiedelte er ins Sozialzentrum Bezau, wo er bestens betreut wurde. Er litt aber immer ein wenig an Heimweh. Durch seine ruhige und zufriedene Art war Franz Anton bei seinen Mitbewohnern und auch beim Betreuungspersonal sehr beliebt und geachtet.

Seinem Wunsch entsprechend wurde er in aller Stille auf dem Ortsfriedhof in Koblach beigesetzt. Der Herrgott möge ihm den ewigen Frieden schenken.