Aus Liebe wurden Kekse

Vorarlberg / 09.05.2019 • 20:01 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Keksproduzenten Xavier Le Guennec und Sabine Burtscher sind derzeit auf Herbergssuche: Ihre Backstube ist zu klein geworden. Sabine+Xaver
Die Keksproduzenten Xavier Le Guennec und Sabine Burtscher sind derzeit auf Herbergssuche: Ihre Backstube ist zu klein geworden. Sabine+Xaver

Neue Herberge gesucht: Die Backstube von Sabine und Xavier platzt aus allen Nähten.

Raggal Es gibt sie mit Zitrone, Walnuss, Schoko-Mandel, Apfel-Zimt, Orange-Zimt oder als Bergkäsesnack mit Thymian und in ihnen steckt neben Dinkel, Rohrzucker, Mandeln, Haferflocken, Eiern oder Butter auch ganz viel Liebe: Xavier Le Guennec ist ausgebildeter Maître Crêpier und stammt aus der Bretagne, die Raggalerin Sabine Burtscher ist Yogalehrerin. Die beiden lernten sich über Freunde kennen, verliebten sich und hatten die Idee, die französische Kekskunst mit Vorarlberger Biozutaten zu verbinden. Daraus entstanden ist die Keks-Manufaktur „Sabine+Xaver“. Das Geschäft brummt. Dennoch gibt es ein Problem, ein Platzproblem.

Aufgrund der steigenden Nachfrage ist die Backstube in der Walserhallenküche in Raggal zu klein geworden. „Wir suchen verzweifelt nach einem neuen Standort. Dieses Jahr hätten wir ein Umsatzplus von 50 Prozent, und wir können nicht liefern. In ganz Vorarlberg ist seit Weihnachten nichts Geeignetes zu finden. Obwohl wir auch von Kunden, der Wirtschaftskammer und dem Bioverband unterstützt werden“, erzählt Sabine Burtscher. Den Keks-Produzenten schwebt ein Standort mit guter Frequenz, ein lebensmitteltauglicher Produktionsraum mit 100 Quadratmetern und weitere 100 Quadratmeter für Nebenräume und Lager vor. „Ideal wären eine ehemalige Bäckerei, Metzgerei oder auch ein Gastronomiebetrieb mit großer Küche“, sagt Sabine Burtscher und Xavier Le Guennec ergänzt: „Wir können nicht einfach in jeder Küche Kekse backen. Denn als gewerblicher Betrieb muss man jede Menge hygienischer Auflagen erfüllen.“ 

Omas Kochbuch

Der Raggalerin wurde die Leidenschaft fürs Kochen und Backen praktisch in die Wiege gelegt. Als Kind stand sie oft mit ihrer Oma in der Küche und half ihr bei der Arbeit. Ihr Freund Xavier Le Guennec hat abgesehen von seiner Ausbildung zum Maître Crêpier auch Konditorei- und Biobrotbackerfahrung vorzuweisen und arbeitete anschließend über zehn Jahre für Kraftfoods in Irland, in England und in der Schweiz im Bereich Sales und Controlling. Im Juni 2014 unternahm das Paar die ersten Backversuche, „mit Omas Kochbüchle und eigenem Wissen und Erfahrung“. Unzählige weitere sollten folgen, „bis wir mit dem Geschmack und der Beschaffenheit zufrieden waren“.

Mittlerweile gibt es die Kekse in ganz Vorarlberg zu kaufen. „Inzwischen kommen auch schon Anfragen aus Deutschland und ganz Österreich“, berichten die Start-up-Gründer, die bereits die nächsten Schritte planen. „Um der steigenden Nachfrage nach Keksen entgegenkommen zu können, benötigt es eine größere Investition in Maschinen und Räumlichkeiten. Wir freuen uns über eine Partnerschaft mit lokalen Interessenten.“ vn-ger

Kontakt: Biokeks Manufaktur „Sabine+Xaver“, Raggal 152, 6741 Raggal, Tel. 0650 9753485, E-Mail: hallo@SabineUndXaver.com.