Das war die Mathe-Matura 2019: Hätten Sie es gewusst?

09.05.2019 • 10:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
VN/MIH

Am Mittwoch war es soweit: Die schriftliche Reifeprüfung im Fach Mathematik stand österreichweit auf dem Plan. Alle Aufgabenbeispiele sind abrufbar. Witzige Reaktionen im Netz ließen nicht lange auf sich warten.

Schwarzach In den vergangenen Jahren sind viele an ihr gescheitert, am Mittwoch war es wieder so weit: 43.000 Schülerinnen und Schüler traten bei der Mathematik-Matura an. Im Vorjahr sind an den AHS rund 22 Prozent durch die schriftlichen Prüfungen gefallen, in den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) waren es 19 Prozent. Deshalb sollten heuer die Aufgabenstellungen kürzer und einfacher verständlich werden, wie Bildungsminister Heinz Faßmann ankündigte.

„Man hat gemerkt, dass etwas geändert wurde.“ Diesen Eindruck hatte Bundesschulsprecher Timo Steyer nach ersten Rückmeldungen von Schülervertretern von der diesjährigen Mathematik-Zentralmatura. An den AHS sei vor allem der für eine positive Note wichtige Grundlagenteil der Prüfung als „schaffbarer“ als zuletzt eingestuft worden, so Steyer. „Das heißt aber nicht, dass es deswegen einfacher war. Der Teil zwei war durchaus herausfordernd und schwierig“, meinte der Bundesschulsprecher. Allgemeiner Tenor: „Ein Vierer war leichter zu schaffen als bisher. Aber eine gute Note zu bekommen, ist schon deutlich schwieriger.“ Auch an den BHS seien die Änderungen vor allem durch die kürzeren Angaben bemerkt worden. Gröbere Probleme beim Ablauf registrierten weder Bildungsministerium noch Schülervertreter.

Die Aufgaben- und Korrekturhefte sind seit gestern für die verschiedenen Schultypen auf der Website der standardisierten Reifeprüfung abrufbar.

Aufgabenbeispiele (AHS): Hätten Sie es gewusst?

Screenshot srdp.at
screenshot srdp.at
Screenshot srdp.at

Was sich dieses Jahr geändert hat

An den AHS wurde die Zeiteinteilung der aus zwei getrennten Blöcken bestehenden Matura gelockert. Bisher musste der zweistündige Grundlagenteil (24 Punkte) mit einfacheren Aufgaben gelöst und abgegeben werden, anschließend der zweieinhalbstündige zweite Teil mit anspruchsvolleren Aufgaben (ebenfalls 24 Punkte). Nun können beide Aufgabenteile über die vollen viereinhalb Stunden bearbeitet werden.

Weitere Änderung: Im Grundlagenteil können bei bestimmten Aufgaben nun auch halbe Punkte verteilt werden – bisher gab es für die vollständig korrekte Lösung einen vollen Punkt und sonst keinen. Und schließlich wird der Bewertungsschlüssel geändert: Für einen Vierer waren bisher 16 Punkte im Grundlagenteil nötig, wobei im zweiten Teil dafür noch vereinzelt „Bonuspunkte“ gesammelt werden konnten. Nun reichen als zweite Möglichkeit auch insgesamt 24 Punkte aus beiden Teilen für ein Genügend. Überraschungen kann es dafür bei der Benotung geben: Je nach erreichter Punktezahl im Grundlagenteil gibt es zwei unterschiedliche Notenschlüssel. Wer mindestens 16 Punkte im Grundlagenteil erreicht, bekommt ab 24 Punkten einen Dreier und ab 33 Punkten einen Zweier. Wer im Grundlagenteil dagegen unter 16 Punkten bleibt, allerdings insgesamt auf 24 Punkte kommt, erhält mit 24 Punkten nur einen Vierer, ab 29 Punkten einen Dreier und ab 36 Punkten einen Zweier.

Reaktionen in den sozialen Netzwerken

Wie schon in den vergangenen Jahren ließen Reaktionen in den sozialen Netzwerken nicht lange auf sich warten. Auf den Instagram-Accounts „Matura Memes 2019“ und „zentralmaturarocks“, die mittlerweile wohl fast allen Maturantinnen und Maturanten ein Begriff sein dürften, wurden unmittelbar nach der absolvierten Reifeprüfung fleißig mit Memes gescherzt. An Humor fehlt es den Schülern jedenfalls nicht: