Ein Verfechter des guten Geschmacks

13.05.2019 • 16:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Seine Eltern Elisabeth und Franz unterstützen Mario Liendl tatkräftig bei der Umsetzung seiner Pläne. BI
Seine Eltern Elisabeth und Franz unterstützen Mario Liendl tatkräftig bei der Umsetzung seiner Pläne. BI

Mario Liendl hat das Restaurant „Krone“ übernommen.

BLUDESCH Schon früh entdeckte Mario Liendl seine Leidenschaft fürs Kochen. Sehr prägend waren die kulinarischen Einflüsse seiner Mutter und Großmutter, die seinen Angaben zufolge beide hervorragende Köchinnen sind. „Ich bin in der Steiermark geboren. Die ganze Familie hatte mit der Erzeugung von Lebensmitteln zu tun – was mich ebenfalls stark beeinflusst hat. Wenn man Nahrungsmittel kennt, die auf eine natürliche Weise produziert worden sind, schmecken industriell gefertigte Produkte einfach nicht mehr so gut“, erklärt der Koch seinen Ansatz.

Als Tournant in Michigan

Nachdem ihm schon in seiner Kindheit einige Gerichte sehr gut gelungen waren, war seine Berufswahl sehr rasch klar: Er wurde Koch. Nach verschiedenen gastronomischen Stationen verbrachte er ein Jahr im Grandhotel MacKinac Island in Michigan. Als Tournant war er einer von 660 Angestellten dieses Betriebs. „Das war eine ganz andere Welt als die, die ich bis dahin gekannt hatte. Ich habe bei meiner Tätigkeit alle Stationen durchgemacht, das war sehr vielseitig. Mir hat es dort sehr gut gefallen“, erinnert er sich. Eine weitere Station bildete eine vierjährige Anstellung in „Harrys Time“ in Wien. Sein Bruder, der damals als Fußballer bei Austria Wien engagiert war, lebte auch dort. Der Aufenthalt in der Großstadt habe ihm Spaß gemacht, vor allem auch deshalb, weil Wien für ihn im kulinarischen Bereich die erste Anlaufstelle in Österreich bildet.

An alte Tradition anknüpfen

Seit Anfang des Jahres hat der sympathische junge Mann nun das ehemalige Restaurant „Krone“ in Bludesch übernommen. „Als ich vier Jahre alt war, sind meine Eltern nach Bludesch gezogen. Hier habe ich eine sehr glückliche Kindheit verbracht und viele Freunde gewonnen. Ich kannte das Restaurant von früher, Bernhard Faschauner hat mit diesem Objekt eine Hochburg im kulinarischen Bereich und mit zahlreichen Events geschaffen. Ich freue mich sehr, dass ich nun genau dieses Lokal übernehmen konnte“, zeigt sich der Gastronom begeistert. Er will an die alte Tradition anschließen und unterschiedlichste Gestaltungsmöglichkeiten für Hochzeiten, Taufen, Geburtstagsfeiern und Trauerfeierlichkeiten anbieten. In all seinen Vorhaben wird er tatkräftig von seinen Eltern Elisabeth und Franz unterstützt.

Neben Mittagsmenüs soll vor allem österreichische Küche auf einem gehobenen Niveau angeboten werden. Alle Hobbys von Mario Liendl haben im weitesten Sinn mit Essen zu tun. So ist er ein begeisterter Fischer, 90 Prozent des Fischangebots in seinem Restaurant wird von ihm selber gefangen- und das vorzugsweise in Leutasch in Tirol. Mit einem Kollegen bewirtschaftet er zudem einen Gemüsegarten in Braz, so kommt ein Großteil des in der Küche verwendeten Gemüses direkt aus eigener Erzeugung – alles wird biologisch angebaut. Außerdem hat der rührige Koch auch noch vier Hochbeete für Kräuter in Thüringen. „Es ist eine ganz andere Vielfalt an Geschmäckern und Gerüchen, wenn die Nahrungsmittel direkt aus dem eigenen Garten kommen“, führt er weiter aus.

Grillen und Musik

Seit Kurzem ist auch der idyllische Garten bewirtet. Rund 250 Gäste finden dort einen schattigen Platz unter Kastanien- und Haselnussbäumen. Jeden Freitag findet zudem ein Grill­abend mit variierendem Angebot statt. Auch ein abwechslungsreiches musikalisches Angebot wird es geben. Eben alles, damit sich die Gäste im „Graf Anton“ wohlfühlen. BI

„Ich freue mich sehr, dass ich genau dieses Lokal übernehmen konnte.“