Babyboom im Feldkircher Wildpark

14.05.2019 • 16:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Christian Amann mit Sissy (links) sowie Mama Carina und der Jungeselin Carola. VN/STIPLOVSEK

Im Wildpark Feldkirch gibt es fast täglich eine neue Meldung zu tierischem Nachwuchs. Zuletzt etwa bei den Luchsen, aber auch im Wolfsgehege wird es bald voller.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch Es ist was los im Feldkircher Wildpark: Zuletzt haben beispielsweise Auerochsen im beliebten Ausflugsziel am Ardetzenberg in Feldkirch eine neue Heimat gefunden. Aber auch der Frühling macht sich deutlich bemerkbar. In vielen Gehegen kann man Jungtiere bestaunen. Besondere Vorfreude herrscht bei Betriebsleiter Christian Amann auf die jungen Wölfe. Sie wurden vor etwa einer Woche geboren. „Wir wissen aber noch nicht wie viele junge Wölfe es sind“, erklärt Amann, denn bisher sind sie in einer Erdhöhle verborgen, eine Nachschau wäre zu gefährlich, die Wolfsmutter wacht streng über ihre Jungtiere. In etwa zwei Wochen darf man sich aber auf den ersten Ausflug der kleinen Wolfsjungen freuen.

Die Luchsmutter mit ihren beiden jungen Pinselohren. VN/Stiplovsek
Die Luchsmutter mit ihren beiden jungen Pinselohren. VN/Stiplovsek

Am Montag gab es auch beim Luchs Nachwuchs. Zwei kleine Pinselohren sind gut zu beobachten, weil sich die stolze Mutter dieses Jahr einen gut einsichtigen Lieblingsplatz auserkoren hat. Viel Freude bei den Besuchern löst auch Carola aus, die junge Barockeselin ist vier Tage alt und tollt im Eselsgehege mit Mutter Carina und Eselin Sisy herum. Auch die Zwergziegenjungen, junge Mufflons und die Frischlinge im Wildschweingehege erkunden bereits eifrig ihr Umfeld. Mehr Geduld braucht es, um das Rehkitz zu entdecken. „Wir sind selber nicht ganz sicher, ob es ein oder zwei Jungtiere sind“, meint Amann. Bei den Rehen sei Geduld überhaupt wichtig. „Die Rehe beobachten die Besucher oft ganz genau, während die die Tiere gar nicht sehen“, erklärt der Betriebsleiter. „Wer aber etwas länger wartet, wird für seine Geduld belohnt.“ Er hat einen weiteren Tipp: „Man sollte zu verschiedenen Zeiten kommen“, denn es gebe für jedes Tier auch besonders gute Beobachtungszeiträume.

Im Ziegengehege tummeln sich jede Menge Jungtiere. VN/Stiplovse
Im Ziegengehege tummeln sich jede Menge Jungtiere. VN/Stiplovse

Mit dem Nachwuchs im Wildpark ist es indes noch lange nicht vorbei. Die Stein- und Auerhühner sind am Brüten, erzählt Amann. Auch beim Steinwild sollte es jetzt bald so weit sein. Rot- und Sikawild-Nachwuchs wird ebenfalls erwartet. Bis Mitte Juni kann der Babyboom noch andauern.

Es tut sich was

Auch abgesehen vom tierischen Nachwuchs ist im Wildpark viel in Bewegung. An der neuen Steinhuhn-Volière wird fleißig gebaut, sie soll am 8. Juni eröffnet werden. Auch der Grillplatz wurde erneuert und am Spielplatz wird bald ein Pavillon errichtet werden. Hier sollen in den nächsten Jahren viele Ideen umgesetzt werden, die gemeinsam mit der Kindergartenschule entwickelt wurden.

Die Mufflons und die Auerochsen teilen sich aktuell ein Gehege. VN/Stiplovsek
Die Mufflons und die Auerochsen teilen sich aktuell ein Gehege. VN/Stiplovsek

Auch an die Insekten wird gedacht. Im Fuchshaus ist seit Neuestem ein Schaubienenstock untergebracht. Zudem werden in Zusammenarbeit mit dem Imkereiverein Zwischenwasser-Laterns Bienenführungen angeboten.

Zwei Würfe mit insgesamt neun Frischlinge sorgen für viel Rummel im Wildschweingehege. VN/Stiplovsek
Zwei Würfe mit insgesamt neun Frischlinge sorgen für viel Rummel im Wildschweingehege. VN/Stiplovsek

Amann hat auch Pläne: So soll für die Auerochsen ein neues Gehege geschaffen werden, das bis zum Parkplatz reichen würde. Hier ist er noch auf der Suche nach Sponsoren. Die Sanierung des Hauptgebäudes wird vorbereitet, auch hier sucht er noch Gönner. Es gibt auch wieder die Möglichkeit, eine Tierpatenschaft zu übernehmen. Bei Wölfen, Luchsen und den Auerochsen gibt es jetzt wieder Tiere, die noch keinen Paten haben.

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