Kommunikation ohne Barrieren im Fokus

14.05.2019 • 15:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Lebenshilfe Trialog findet jährlich statt und beschäftigt sich mit der Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Loacker
Der Lebenshilfe Trialog findet jährlich statt und beschäftigt sich mit der Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Loacker

Lebenshilfe Trialog findet am Donnerstag und Freitag statt.

Götzis Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung an allen gesellschaftlichen Bereichen. Zentrale Voraussetzungen dafür sind der Zugang zu Informationen und die barrierefreie Kommunikation. Beim Trialog der Lebenshilfe werden sich Menschen mit Behinderungen, Angehörige und Fachkräfte über Möglichkeiten zur „barrierefreien Kommunikation und Information“ austauschen.

Öffentlicher Abendvortrag

Den Auftakt der Veranstaltung, die unter dem Titel „Ich verstehe dich. Verstehst du mich?“ steht, macht morgen, Donnerstag, 16. Mai, ab 18.30 Uhr ein Abendvortrag von Gabriela Antener (Professorin an der Fachhochschule Nordwestschweiz) im Funkhaus in Dornbirn. Die Veranstaltung ist öffentlich und bei freiem Eintritt zugänglich. Die Kommunikationsexpertin zum Inhalt ihres Vortrags: „Der freie und ungehinderte Zugang zu Informationen bedeutet, dass Menschen mit Behinderungen die für sie relevanten Informationen rechtzeitig und in der für sie passenden Form erhalten. Nur so können sie als mündige Mitglieder einer Gesellschaft selbstbestimmt entscheiden und autonom handeln. Mit dem digitalen Wandel verlagern sich immer mehr Informationen, Angebote und Dienstleistungen ins Internet. Deshalb sind zum Beispiel barrierefreie Webseiten und Applikationen eine Voraussetzung für die gleichberechtigte Teilhabe.“

Workshop an VHS Götzis

Übermorgen, Freitag, 17. Mai, sind Angehörige, Fachkräfte und Menschen mit Behinderungen zu einem ganztägigen Workshop an der Volkshochschule Götzis eingeladen. Gemeinsam mit Antener werden unterschiedliche Fragestellungen erarbeitet. „Für eine barrierefreie Kommunikation braucht es in allen gesellschaftlichen Bereichen das Engagement von öffentlichen Stellen, Geschäften, Vereinen und einzelnen Menschen, um Kommunikation möglichst barrierefrei zu gestalten. Grundlage dafür ist eine positive Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderungen und ihren Bedürfnissen: Dass sie in ihren verschiedenen gesellschaftlichen Rollen als vollwertige und gleichberechtigte Bürger höflich, direkt und vor allem als Personen, die etwas zu sagen haben, angesprochen werden“, erklärt die Expertin. LOA

Gabriele Antener gibt ihr Fachwissen zur barrierefreien Kommunikation weiter.

Gabriele Antener gibt ihr Fachwissen zur barrierefreien Kommunikation weiter.