Von Workspaces, Warmduschern und der Bilderwut

Vorarlberg / 14.05.2019 • 17:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auf der Bühne des Teehauses wurde am Raiffeisenplatz Literatur gelesen. heilmann
Auf der Bühne des Teehauses wurde am Raiffeisenplatz Literatur gelesen. heilmann

Feldkirch Wer erinnert sich noch an die Hängematten-Installation im Reichenfeld im Sommer? Pao Kitsch stellte nun am Raiffeisenplatz auf einer Lesung ihre Bücher vor, die im Rahmen dieser Aktion entstanden sind. Ihre Collagen und Texte von Autorinnen wurden von Passanten ergänzt und verändert und ließen ein eigenwilliges kollektives Gesamtwerk entstehen. Ebenso lasen Autoren der Literatur Vorarlberg und aus Berlin besondere und neue Texte. Der Raiffeisenplatz mit dem Teehaus wurde zu einer einzigartigen literarischen Bühne.

Als Autorinnen traten die Bregenzerin Christine Hartmann, die Schlinserin Eva Maria Dörn, die Frastanzerin Valerie Travaglini, Grid Marrisonie (Bregenz), Gerlinde File (Feldkirch) und die Berlinerin Susanne Quehenberger auf die Bühne des Teehauses. Die Themen waren breit gestreut. So hielt Travaglini Warmduschern, Rabattmarkenklebern und Moralisten den Spiegel vor und Quehenberger erklärte „how to be more effectful in your workspace“, Hartmann kritisierte hingegen die Bilderwut und Marrisonie las von geschwollenen Nasen.

Bunte Hängematten und mobile Stühle sowie eine Auswahl an Getränken standen für die Besucher und Passanten bereit. Die Veranstaltung war Teil der Feldkircher Literaturtage, die sich vergangene Woche mit dem Begriff „Heimat“ auseinandersetzten. HE