Die Rechnung im Dornbirner Stadthaushalt geht voll auf

15.05.2019 • 19:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bei 305 Millionen Euro Jahresumsatz für 2018 einen Überschuss von 5,5 Millionen erzielt.

Dornbirn Die nach wie vor florierende Wirtschaft wirkt sich auch positiv auf die finanzielle Situation der Stadt Dornbirn aus. Trotz kräftiger Investitionen konnte 2018 bei einem Jahresumsatz von 305,7 Millionen Euro sogar ein Überschuss von 5,5 Millionen Euro erzielt werden. Für Bürgermeisterin Andrea Kaufmann (50) beweist der Rechnungsabschluss, dass die Stadt voriges Jahr gut gewirtschaftet hat, obwohl die Jahresabrechnung um zehn Millionen Euro über dem Voranschlag lag. Das wirkte sich auf den Darlehensstand aus, der nun knapp 144 Millionen Euro beträgt. Eine leichte Erhöhung, die die Stadtchefin mit der aktiven Bodenpolitik, die auch Betriebsansiedlungen ermöglicht, begründet: „Durch den einstimmigen Beschluss eines Nachtragsvoranschlags zum Kauf eines Betriebsgrundstücks wurde der Darlehensstand zumindest kurzfristig erhöht.“

Gestiegen sind wiederum die Personalkosten, die im Vorjahr über 100 Millionen Euro betrugen. „Ein Grund ist die Anstellung von zusätzlichem Pflegepersonal, verursacht durch die Öffnung einer weiteren Etage im Pflegeheim Birkenwiese“, erläutert Kaufmann. 2018 investierte Dornbirn über 44 Millionen Euro in städtische Bauvorhaben, von der Erweiterung des OP-Traktes im Stadtspital über den Birkenwiessteg bis zu Hochwasserschutzmaßnahmen. Die hohen Ausgaben wurden durch Mehreinnahmen ausgeglichen: Die Ertragsanteile aus Bundesmitteln stiegen um knapp zehn Prozent an, eigene Steuern brachten um vier Prozent mehr für die Stadtkasse. Auch die steigenden Bevölkerungszahlen wirken sich finanziell positiv aus. Noch dieses Jahr soll ja die 50.000-Einwohnermarke überschritten werden. Nächste Woche wird die Stadtvertretung über den Rechnungsabschluss 2018 beraten. In nächster Zeit steht eine Reihe von neuen, großen Bauvorhaben an, angefangen von einer Trendsporthalle über eine Markthalle im Stadtzentrum bis zum Bau einer neuen Volksschule im Stadtteil Forach. Entsprechende Beschlüsse könnten noch dieses Jahr gefasst werden. HA