Autobahnanschluss Rheintal Mitte rückt näher

16.05.2019 • 17:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Asfinag gelang Durchbruch bei Erwerb von wichtigem Grundstück. Vorlastschüttung noch heuer möglich.

Dornbirn Das Projekt eines Autobahnanschlusses zwischen Dornbirn und Hohenems könnte die entscheidende Hürde genommen haben. „Es ist uns nach zweijährigen Verhandlungen gelungen, eine dringend benötigte Fläche für das Projekt zu erwerben“, berichtet Günther Fritz von der Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (Asfinag). Das Grundstück umfasst eine Fläche von 7000 Quadratmetern und wurde von den beiden Schweizer Ortsgemeinden Widnau und Schmitter erworben. „Wir haben uns mit den vormaligen Besitzern zudem über die Nutzung eines ihrer Grundstücke als ökologische Ausgleichsfläche zur Schaffung von Streuwiesen und eines Amphibienteichs geeinigt“, freut sich Fritz.

35 Millionen Euro budgetiert

Gleichzeitig konnte den Schweizern eine 8000 Quadratmeter große Fläche bei Wolfurt zum Kauf angeboten werden. „So etwas ist uns freilich nicht immer möglich“, betont der Asfinag-Projektleiter, bei dem auch die Fäden in Sachen
S-18-Planung zusammenlaufen.

Das Projekt „Anschlussstelle Rheintal Mitte“ ist eines der großen Vorhaben der Asfinag in Vorarlberg in den kommenden Jahren. Rund 35 Millionen Euro sind für den Autobahnanschluss zwischen Dornbirn und Hohenems budgetiert. Der Baustart war ursprünglich für 2018 geplant, die Verhandlungen zum Erwerb der benötigten Grundstücke zogen sich jedoch in die Länge.

Baustart 2020?

„Noch brauchen wir eine kleine Fläche für die Umsetzung“, erklärt Fritz. Er sei zuversichtlich, dass die letzten Käufe bald über die Bühne gehen. Im besten Fall könne man mit den Vorlastschüttungen noch in diesem Jahr beginnen. „Es braucht anschließend für die Setzung ein halbes bis ein ganzes Jahr. Danach erst kann man mit den eigentlichen Baumaßnahmen beginnen“, skizziert Fritz den Zeitplan. Die Anschlussstelle Rheintal Mitte ist für die Anbindung der Gewerbegebiete Dornbirn Wallenmahd, Bobletten und Hohenems Klien von großer Bedeutung.

Derzeit belasten zahlreiche Lkw-Fahrten Anrainer in beiden Kommunen. Ziel ist es, mindestens 600 Lkw-Fahrten täglich zu vermeiden. VN-HK