Bodenseekonferenz prämiert Gasserpark

16.05.2019 • 15:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Silvia Gächter (Projektmitarbeiterin) und Gesundheitslandesrat Christian Bernhard freuen sich über die Auszeichnung. Stadt
Silvia Gächter (Projektmitarbeiterin) und Gesundheitslandesrat Christian Bernhard freuen sich über die Auszeichnung. Stadt

Nachbarschaftsprojekt findet grenzüberschreitend Anerkennung.

Dornbirn Die Internationale Bodenseekonferernz, (IBK) zeichnete kürzlich Best-Practice-Beispiele in Sachen Gesundheitsförderung und Prävention über Länder- und Kantonsgrenzen hinaus aus. Unter den 104 eingereichten Projekten wurden 25 Projekte nominiert, darunter das Wohnmodell ,Gasserpark – In guter Nachbarschaft‘. Hier leben Menschen, die sich gegenseitig unterstützen, unter einem Dach. „Mit diesem neuen Modell, in dem sich die Bewohnerinnen und Bewohner täglich begegnen und gegenseitig stützen, schaffen wir eine neue Form des echten Zusammenlebens. Schön, dass wir damit Impulsgeber für die gesamte Bodenseeregion sein können“, betont Bürgermeisterin Andrea Kaufmann.  

Mehr Single-Senioren

Die Zahl der Singlehaushalte ist steigend. Laut Statistik Austria sind die über 65-Jährigen die größte Gruppe. Österreichweit leben über 32 Prozent, oft bedingt durch Trennung oder Tod des Partners, allein. Wer gute Nachbarschaft pflegt, lebt länger gesund, fühlt sich zugehörig und unterstützt – das geht aus Studien des Fonds Gesundes Österreich hervor. Deshalb startete Dornbirn unter dem Motto „In guter Nachbarschaft“ das Wohnprojekt im Gasser-Park. Auf dem 7000 m2 großen Industrieareal entstand die Anlage für das innovative Wohnprojekt. „In guter Nachbarschaft“ richtet sich an Menschen, die kurz vor der Pensionierung stehen oder bereits in Pension sind. „Gerade in dieser Übergangsphase ist es wichtig, gute nachbarschaftliche Beziehungen zu schaffen. Menschen, die sich hier ehrenamtlich einbringen, profitieren später von diesen Netzwerken. Das macht das neue Wohnmodell so innovativ und zukunftsweisend“, freut sich Sozialstadträtin Marie-Louise Hinterauer.  

Gemeinsamer Alltag

Mit einer professionellen Projektbegleitung wurde dieses gemeinsame Miteinander mit den 28 Bewohnerinnen und Bewohnern erarbeitet. So wurde aus den Ideen ein gelebter Alltag – mit gemeinsamen Aktivitäten. Und mit der Spielgruppe im Haus treffen hier Generationen aufeinander.

„Menschen, die sich hier ehrenamtlich einbringen, profitieren später von diesen Netzwerken.“