Die etwas andere Firstfeier der Dünserberger Florianis

16.05.2019 • 10:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kommandant Martin Amann (l.), Fahrzeugbauer Thomas Lins (2. v. l.), Bürgermeister Walter Rauch (r.), Vizebürgermeister und Landtagsabgeordneter sowie ehemaliger Kommandant Markus Hartmann (2. v. r.) mit der Feuerwehrmannschaft. ceg
Kommandant Martin Amann (l.), Fahrzeugbauer Thomas Lins (2. v. l.), Bürgermeister Walter Rauch (r.), Vizebürgermeister und Landtagsabgeordneter sowie ehemaliger Kommandant Markus Hartmann (2. v. r.) mit der Feuerwehrmannschaft. ceg

Feuerwehr Dünserberg besichtigte <br>beim Fahrzeugbauer ihr fast fertiges Einsatzauto.

Dünserberg Nach einem alten Brauch wird bei der Errichtung eines Wohnhauses nach abgeschlossenem Rohbau ein Richtfest bzw. eine Firstfeier abgehalten. Das Haus kann begutachtet werden und man dankt den Handwerkern für ihre bisher vollbrachte Arbeit. Diese Tradition legte die Feuerwehr Dünserberg kurzerhand auf ihr neues, noch im Umbau befindliche Einsatzfahrzeug VW T6 um und stattete dem Fahrzeugbauer Thomas Lins in Rankweil einen Besuch ab. Mit dabei war neben einer Abordnung der Florianijünger mit Kommandant Martin Amann an der Spitze auch Bürgermeister Walter Rauch. Nicht ohne Grund: Der Gemeinde obliegt die Finanzierung des Fahrzeugs, dabei wurde bewusst auf Sparsamkeit gesetzt, wie Rauch betont.

Vorzeitig angespart

Die bereits vor zehn Jahren gewälzten Pläne für eine Fahrzeugneuanschaffung waren dabei immer wieder verschoben worden. Trotz allem hatte man in der Gemeindestube dafür bereits in den letzten Jahren Beträge aus den laufenden Budgets zur Seite gelegt. Von den Gesamtkosten von rund 114.000 Euro werden – formelle Zusagen vorbehalten – rund 60 Prozent vom Feuerwehrverband sowie vom Land übernommen. „Wir haben die Bestückung mit Geräten dabei auf die absolute Notwendigkeit reduziert, ohne aber die Einsatzfähigkeit zu gefährden“, erklärt Kommandant Amann.

Das neue Prunkstück wird das rund 40 Jahre alte und vor 20 Jahren gebraucht angekaufte KLF der Dünserberger Wehr ersetzen. Um beim neuen Fahrzeug, das als Mannschaftstransporter konzipiert ist, auch weiterhin die Löschfähigkeit seines Vorgängers zu erhalten, wird die nötige Gerätschaft ausgebaut und in einem Anhänger verstaut und im Brandfall an das neue Auto gekoppelt. Ansonsten dient das neue MTF primär zum Transport, etwa für die gemeinsame Ausbildung der Feuerwehrjugend mit der Nachbargemeinde Düns oder im Ernstfall als Kommandofahrzeug. „Durch diese Multifunktionsfähigkeit und die Übernahme der alten Geräte konnten wir die Kosten um rund die Hälfte reduzieren“, ergänzt Gemeindeoberhaupt Rauch.

Bereits Ende Monat, konkret im Rahmen des großen 40-Jahr-Festes von Freitag, 31. Mai, bis Sonntag, 2. Juni, wird das neue MTF dann gesegnet und offiziell in den Dienst gestellt. Was mit dem Vorgänger geschieht, ist noch nicht final entschieden. Eventuell könnte das ausgediente Auto als Spende an das Feuerwehrprojekt von Rankweils Altbürgermeister Hans Kohler gehen und somit in die Republik Moldau überstellt werden. Das wurde jedenfalls angedacht. CEG