In Dornbirn ist „ein wunderbarer Garten für alle entstanden“

16.05.2019 • 03:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Eine Vielzahl an Interessierten kamen  zum Gartenfest von "Essbare Stadt Dornbirn" in den Kulturhauspark. blan
Eine Vielzahl an Interessierten kamen zum Gartenfest von „Essbare Stadt Dornbirn“ in den Kulturhauspark. blan

Pilotgarten der „Essbaren Stadt“ wurde im Kulturhauspark eingeweiht.

Dornbirn Bereits in den frühen Morgenstunden des vergangenen Freitags waren die Ehrenamtlichen am Aufbauen und trotzten dem Dauerregen. Die Pflanzen im Pilotgarten beim Kulturhaus wurden gut an den Standort angepasst ausgewählt. Eine Mischung aus Garten- und Wildkräutern, Sträuchern und kleinen Bäumen, Frisch- und Lagergemüse sowie Blühwiese. Die Verantwortung der gesponserten Hochbeete haben bereits Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen übernommen. Anfragen würden zudem vonseiten der Offenen Jugendarbeit kommen. Auch Zafer aus Istanbul konnte man beim Anlegen eines Beetes beobachten. Er gehört dem Kernteam von „Essbare Stadt Dornbirn“ an und hat in seiner Heimatstadt bereits ein ähnliches Projekt aufgebaut. Seinen Wurmkomposter können die Besucherinnen und Besucher jetzt auch in Dornbirn bestaunen.
Bürgermeisterin Andrea Kaufmann brachte durch ihren Besuch vor Ort ihre Wertschätzung entgegen: „Ich bin begeistert, dass die Zusammenarbeit klappt. Auf diesem Wege können wir miteinander noch viel bewegen.“ Auch Alfons Meindl von der katholischen Kirche, der den Gemeinschaftsgarten in Haselstauden initiiert hat, stattete dem Kernteam einen Besuch ab.

„Es war und ist viel ehrenamtliche Arbeit, die dahinter steckt, es hat sich aber gelohnt“

Thomas Mathis, Initiator

Die „Essbare Stadt Dornbirn“ startet bereits mit einer ordentlichen Größe und darf wachsen, waren sich die Menschen vor Ort einig. Bei einem Vernetzungstreffen in Deutschland hätten zudem Verantwortliche der „Essbaren Stadt Andernach“, die als Vorbild für Dornbirn gesehen wird, zugesagt, für einen Austausch und die Weiterentwicklung nach Dornbirn zu kommen.

„Es war und ist viel ehrenamtliche Arbeit, die dahinter steckt. Es hat sich allerdings gelohnt. Vor allem, wenn ich die Kinder im Garten beobachte, mit welcher Freude und Zufriedenheit sie sich da verweilen“, sagt Initiator Thomas Mathis, der beim Gartentag Dornbirn vor einem Jahr noch mit einem Informationsstand am Marktplatz vertreten war. Dort hatte er noch nach Mitstreitern gesucht. Jetzt wird die Vision der ersten essbaren Stadt Europas Wirklichkeit.

Auch Stadträtin Juliane Alton, traf beim Gartenfest der „Essbaren Stadt Dornbirn“ ein: „Ich bin beeindruckt. Toll, dass es gelungen ist, dass der Park belebt wird und ein wunderbarer Garten für alle entstanden ist.“ In Zukunft soll ein Netz an öffentlichen Flächen entstehen, das mit Essbarem bepflanzt und von verschiedensten Gemeinschaften bewirtschaftet wird.

„Schlussendlich wird natürlich die Stadt Dornbirn das Ausmaß der Bepflanzung auf Dornbirns öffentlichen Flächen definieren“, meint Stefanie Rüscher vom Kernteam und führt weiter aus: „In der von uns angestrebten Version wäre es unmöglich, durch Dornbirn zu gehen, ohne an jeder Ecke auf bepflanzte Flächen, blühende Tröge und buntes Straßenbegleitgrün zu stoßen. Sich dieses Anblicks zu erfreuen, zu beobachten, zu verweilen – und nach Herzenslust zu schnabulieren.“ blan