Land will sich des Wasserhaushalts im Rheindelta annehmen

16.05.2019 • 16:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
„Aus ökologischer Sicht ist eine Verbesserung des Wasserhaushaltes im Naturschutzgebiet Rheindelta notwendig“, sagt Umweltlandesrat Johannes Rauch. Birdlife
„Aus ökologischer Sicht ist eine Verbesserung des Wasserhaushaltes im Naturschutzgebiet Rheindelta notwendig“, sagt Umweltlandesrat Johannes Rauch. Birdlife

Laut Landesrat Rauch liegt mittlerweile eine Studie vor.

Bregenz Die Vogelschutzorganisation „BirdLife“ ließ Anfang dieser Woche mit einer Warnung aufhorchen: „Das Feuchtgebiet Rheindelta trocknet aus“, zeigte sich die Vorsitzende von BirdLife Vorarlberg, Johanna Kronberger, alarmiert. Die seit vielen Jahren stattfindende Entwässerung der Böden gefährde den Lebensraum innerhalb des Schutzgebietes. Im Rahmen des laufenden Wassermanagements würden ökologische Gesichtspunkte nur unzureichend berücksichtigt. Walter Niederer, Geschäftsführer des Naturschutzvereins Rheindelta, zeigte sich auf VN-Anfrage verwundert, dass die Vogelschutzorganisation das Thema zum jetzigen Zeitpunkt aufs Tapet bringt: „BirdLife greift etwas auf, das wir aufgrund von mangelnder Unterstützung nicht geschafft haben“, meinte er auch in Richtung NGOs. Der Naturschutzverein Rheindelta wollte die vorgeschlagenen Maßnahmen demnach bereits vor Jahren umsetzen. 2014 seien die Bemühungen allerdings gescheitert. 2015 habe das Land die Führungsrolle übernommen.

Nachdem der Leiter der Abteilung für Umwelt- und Klimaschutz am Mittwoch für die VN nicht erreichbar war, meldete sich am Donnerstag Landesrat Johannes Rauch mittels Aussendung zu Wort. 2016 sei eine Studie in Auftrag gegeben worden, mit dem Ziel, die Grundlagen zur generellen Verbesserung des Wasserhaushaltes im Naturschutzgebiet Rheindelta aufzubereiten. Diese liege nun vor. Derzeit würden die relevanten Akteure zu Gesprächen eingeladen. „Die Umsetzung eines solch großen Projekts bedarf der Mitwirkung unterschiedlichster Personen und Gruppen. Derzeit sind wir dabei, alle für die Verbesserung des Wasserhaushaltes, und somit die Attraktivierung des Gebietes, zu gewinnen“, teilte der Landesrat mit. VN-ger