Schwere Vorwürfe an Gisinger Schule

17.05.2019 • 16:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Schwere Mobbingvorwürfe an der Mittelschule Gisingen-Oberau. Archiv
Schwere Mobbingvorwürfe an der Mittelschule Gisingen-Oberau. Archiv

Massive Mobbingvorwürfe im Bürgerforum gegen Lehrer an VMS Gisingen-Oberau. Aber auch Gegenvorwürfe.

feldkirch „Es wird an der Mittelschule Gisingen nicht nur das Rauchverbot verletzt, es häufen sich wiederholt Mobbing-Attacken, welche dem Lehrkörper und besonders dem Schulleiter vorzuwerfen sind“, diese harten Vorwürfe im Bürgerforum Vorarlberg sorgen für einen gewaltigen Wirbel an der Schule. Zwei Elternpaare, die sich auch direkt an die VN und VOL.at gewandt haben, sehen ihre Kinder als Opfer einer Mobbing-Kampagne einer Lehrerin. Ihre Vorwürfe reichen von Mobbing über Gesprächsverweigerung seitens der Schule bis hin zu Unterschlagung von Geldern. Es laufen Anzeigen gegen die Schule bei der Staatsanwaltschaft, wie sie den VN mitteilten. Drei betroffene Kinder haben mittlerweile die Schule gewechselt. Die Mutter des dritten Kindes hat sich öffentlich nicht geäußert.

Im Bürgerforum gehen seit der Meldung die Wogen hoch. Es hagelt Vorwürfe gegen die Schule, aber auch gegen die Melder. Gegenüber den VN betonte die zuständige Schulinspektorin Maria Kolbitsch-Rigger, dass der Fall bekannt sei, aufgrund ihrer Amtsverschwiegenheit könne sie sich aber nicht äußern. „Für uns steht immer das Kindeswohl im Vordergrund“, betont sie, man habe deshalb den Fall genau geprüft und viel Zeit investiert. „Gewisse Vorbehalte wurden ausgeräumt“, erklärt sie. Mittlerweile seien die Kinder, auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern, an anderen Schulen untergebracht worden. Die Staatsanwaltschaft habe sich bei der Behörde noch nicht gemeldet. Gegenüber VOL.at wurden vonseiten der Landesschulinspektorin Karin Engstler sowohl die Unterschlagung von Geldern als auch die Mobbingvorwürfe dementiert.

„An den Haaren herbeigezogen“

Während die betroffenen Eltern von mehreren Fällen sprechen, bestreiten das andere Eltern. Eine Mutter hat sich an die VN-Redaktion gewandt. Sie möchte nicht, dass ihr Name gesagt wird, sie habe Angst vor den drei Müttern, sagt sie. Für sie stellt sich die Lage ganz anders dar. „Diese Mütter haben die Schule terrorisiert und tun das immer noch“, berichtet sie. „Sie sorgen damit für den Schaden bei den Kindern, nicht die Lehrer.“ Eine der Mütter rühme sich öffentlich, dass sie es bereits in der Volksschule geschafft habe, eine Lehrerin zum Verlassen der Schule zu bringen.

Von Seiten der Schule gibt es keine öffentliche Stellungnahme. Schulleiter Gerold Zangerl beruft sich darauf, dass das mit der Bildungsdirektion so vereinbart sei. Die Situation sei aber natürlich sehr belastend. Unter den Lehrern brodelt es. Wie aus dem Lehrkörper zu hören ist, seien die Vorwürfe komplett an den Haaren herbeigezogen, es handle sich hier um den Privatkrieg einer Mutter, die andere hineingezogen und dasselbe bereits früher einmal so lange gemacht habe, bis eine Lehrerin an der Mittelschule Oberau das Handtuch geworfen habe. Die jetzt betroffene Kollegin sei schwer erkrankt und das mache die Ungerechtigkeit der Situation unerträglich, heißt es gegenüber den VN. Offiziell könne man wegen der Amtsverschwiegenheit nichts sagen und werde hier diffamiert und zu Unrecht beleidigt und durch den Dreck gezogen.

Entscheidung vor Gericht

Die Fronten sind jedenfalls verhärtet, der Streit geht ja weiter, nachdem die Schüler die Schule verlassen haben. Ob die massiven Vorwürfe gerechtfertigt sind, das wird sich wohl erst vor Gericht zeigen. VN-GMS