Warnung vor Cybercrime

Vorarlberg / 17.05.2019 • 22:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

AK Vorarlberg meldet zehn Fälle mit Millionenschaden.

Feldkirch Die Vorarlberger Arbeiterkammer betreut derzeit zehn Kleinanleger, die durch betrügerische Onlinetrading-Plattformen insgesamt mehr als eine Million Euro verloren haben. Die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher sein. „Wir appellieren dringend, von solchen Geschäften die Finger zu lassen“, sagte AK-Konsumentenschützer Paul Rusching, der ein Hilfsangebot an weitere Opfer richtete.

Es beginne harmlos: Aus Neugier registrierten sich Nutzer auf Tradingplattformen wie „Option888“, „XtraderFX“, „SafeMarkets“, „GetFinancial“ oder „OptionStarsGlobal“. Binnen fünf Minuten erhalte man einen Anruf von einem Callcenter und werde animiert, mit einem Einsatz von 250 Euro einige Trades zu probieren. Diese verliefen durch hervorragende Softwaresysteme im Hintergrund sehr erfolgreich. Das verleite zu weiteren Investitionen, noch unterstützt durch einen professionell auftretenden Broker.Erst mit zunehmenden Investitionserfolgen stellten sich plötzlich auch Verluste ein, die Kontostände fielen von Hunderttausenden Euro ins Bodenlose, schilderte Rusching.

Ein Hilfsangebot richtet der Konsumentenberater an alle Opfer: Die AK-Konsumentenberatung versucht gemeinsam mit der  Initiative „EFRI“ von Elfriede Sixt (erreichbar unter www.efri.com) den Geschädigten Hilfestellung zu geben und von involvierten Organisationen und Institutionen unter Inanspruchnahme von Prozessfinanzierung die Refundierung von zumindest Teilen der entstandenen Schäden zu erreichen. „Außerdem hilft jeder angezeigte Fall, das Netzwerk dieser Gauner genauer darzustellen und hoffentlich irgendwann zerschlagen zu können.“

„Wir appellieren dringend, von solchen Geschäften die Finger zu lassen.“