Projekt Speicherteich Schwarzköpfle wird überarbeitet

Vorarlberg / 20.05.2019 • 22:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Pläne für Speicherteich Schwarzköpfle werden nochmals überarbeitet und geprüft.SiMo
Pläne für Speicherteich Schwarzköpfle werden nochmals überarbeitet und geprüft.SiMo

Silvretta Montafon (SiMo) will Projekt freiwilliger Umweltstandard-Prüfung unterziehen.

St. Gallenkirch Paukenschlag in Sachen Speicherteich Schwarzköpfle. Wie die Silvretta Montafon Gmbh (SiMo) gestern Abend mitteilte, werden die Planungen für den umstrittenen Speicherteich überarbeitet, wodurch sich einige Änderungen für das Projekt ergeben können. Die sich nach dem langen Hickhack um das Projekt abzeichnende Erfordernis einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) sei aber nicht der Grund für die Neuorientierung, beteuert SiMo-Geschäftsführer Martin Oberhammer. Dennoch soll das Projekt dahingehend überarbeitet werden, dass eine UVP-Pflicht auf jeden Fall ausgeschlossen werden kann.

 „Wir wollen das Projekt auf dem Stand der Technik halten, daher sind wir neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen“, argumentiert Oberhammer. Zahlreiche Anbieter arbeiten gerade im Bereich der Schneeerzeugung mit Hochdruck an Innovationen, aus welchen sich Optimierungsmöglichkeiten ergeben. „Für die Wasserkühlung sieht unser Projekt beispielsweise derzeit sogenannte Kühltürme auf dem Dach des Pumphauses vor“, führt Oberhammer ins Treffen. „Aktuell sind wir mit einem Anbieter aus der Schweiz im Gespräch, der ein neues System zur Wasserkühlung auf den Markt bringen will, welches die Wasserkühlung energieeffizienter und ohne Kühltürme möglich machen wird“, informiert der Geschäftsführer. Der Einsatz dieser neuen Technologie für das Projekt Speicherteich Schwarzköpfle wird derzeit evaluiert. Durch diese neue Technologie wird es möglich sein, das Projekt ökologisch und landschaftsgestalterisch zu verbessern, aber auch energieeffizienter und in letzter Konsequenz auch kostengünstiger zu machen.

Höchste ökologische Standards

Unverändert bleibe die Zielsetzung, das Projekt unter Einhaltung höchster Umweltstandards und in angemessener Zeit zu realisieren, so der SiMo-Geschäftsführer. Um dies sicherzustellen, soll die Zeit der Projektüberarbeitung auch genutzt werden, um das gesamte Projekt hinsichtlich Umweltstandards von einem unabhängigen Gutachter evaluieren zu lassen. Ziel ist es, höchstmögliche ökologische Standards zu erreichen, indem das interne Know-how durch externe Expertisen ergänzt wird.

Einen genauen Zeitplan für die Umsetzung hat sich das Unternehmen nicht gesetzt. Das überarbeitete Projekt soll aber in jedem Fall noch heuer eingereicht werden. Eines sei aber klar: „Einen Baustart wird es heuer sicher nicht geben“, so Oberhammer abschließend.