Tierfreunde im Einsatz fürs Tierwohl

Vorarlberg / 21.05.2019 • 18:24 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ing. Armin Schwendinger inmitten seiner bunten Kuhherde.
Ing. Armin Schwendinger inmitten seiner bunten Kuhherde.

Mitmachen und anmelden zum VN-Tierschutzpreis 2019.

BREGENZ Tierwohl bedeutet auch Menschenwohl. Zahlreiche vorbildliche Tierhalter in Vorarlberg wurden bereits mit dem Vorarlberger Tierschutzpreis ausgezeichnet. Auch heuer haben wieder alle Tierfreunde die Möglichkeit, ihren vorbildlichen Umgang mit Tieren in den Kategorien „Ehrenamt“ und „beruflicher Umgang“ zu zeigen und sich für den Tierschutzpreis 2019 anzumelden. Einfach eine Kurzbeschreibung und Fotos via E-Mail an tierschutzpreis@vn.at senden.

„Der Vorarlberger Tierschutzpreis vom Land und den Vorarlberger Nachrichten ist eine positive Herangehensweise an das Thema Tierwohl und Tierschutz. Jedes Jahr werden herausragende Leistungen für unsere Mitgeschöpfe präsentiert und vorbildlicher Umgang und liebevolle Haltung unserer Tiere ausgezeichnet“, bringt es Landesveterinär Dr. Norbert Greber auf den Punkt. Einer der vielen Tierschutzpreisträger ist Ing. Armin Schwendinger in Dornbirn. Er stellte auf Bio um, da „die praktizierte Milchwirtschaft in die Sackgasse führt“. Hildegard und Armin Schwendinger haben 25 Kühe, zehn Jungstiere und Kälber im Laufstall mit Tiefstreu. „Wir kennen keine Rindviecher, die sich in freier Wildbahn zum Schlafen an eine Eisenstange lehnen, daher verzichten wir in der Liegehalle bewusst auf Eisen und fertigten Abtrennungen, Wände und Decke aus Holz. Die Kühe liegen nicht auf Beton, sondern auf Naturboden.“ Für gute Thermik wurde das Dach zur Blühfläche, auf der sich Bienen, Insekten und die Pfauenfamilie gerne aufhalten. Die bunte Kuhherde fühlt sich sichtlich wohl und „erbringt eine sehr gute Lebensleistung“, sagt Armin Schwendinger. „Auch Zackel- und Minischafe sowie Ziegen und Esel gibt es bei uns“, informieren die Tierfreunde. „Hühner, Gänse, Enten, Pfauen, Hasen und Freilandschweine haben wir auch. Auf drei von insgesamt 30 Hektar Fläche wird Dinkel angebaut. Kinder und Schüler besuchen den Hof und die Mostschenke mit Streichelzoo. Überall sind Info- und Schautafeln angebracht, so erfährt man vom artgerechten Umgang mit Tieren und wo das Essen herkommt.

„Tierwohl rechnet sich“

Das ist Josef Böckle in Rankweil wichtig zu betonen: Der Stiermastbetrieb der Familie Böckle fasst 50 Tiere, die zu 80 Prozent aus Vorarlberger Mutterkuhbetrieben und zu 20 Prozent von einem seit Jahren vertrauten Lieferanten kommen. Die Stiere sind zehn Monate im Betrieb und werden auf etwa 700 Kilogramm Gewicht gemästet. Die Bullen haben’s fein auf Tiefstreu mit viel Platz, sie können sich frei bewegen und ein- und ausgehen, wann immer sie wollen. Hörner und Schwanzspitzen bleiben selbstverständlich dran. 80 Stiere werden pro Jahr im Schlachthof Dornbirn geschlachtet. Auf 18 Hektar Fläche wächst Mais und Gras. Bereits 90 Prozent des Futters ist eigenes. „Viel Einstreu und Platz ist allemal wirtschaftlicher als das Zusammenpferchen laut Vorschrift“, informiert Josef Böckle. „Die Tiere fühlen sich wohl, sind zufrieden und ruhig und nehmen ganz gemütlich viel besser zu. Sie sind völlig stressfrei und daher viel gesünder. Dass sich Tierwohl wirtschaftlich rentiert, das kann ich jedem schwarz auf weiß vorrechnen.“ Wer Einblick in seinen täglichen Umgang mit Tieren gewähren und sich für den Tierschutzpreis 2019 anmelden möchte, ist herzlich eingeladen mitzumachen. VD

„Der Tierschutzpreis ist eine positive Herangehensweise an das Thema Tierwohl.“

Anmeldungen zum Tierschutzpreis 2019 an tierschutzpreis@vn.at