Nofler Volksschüler luden zur Ausstellung in die Villa Claudia

Vorarlberg / 23.05.2019 • 09:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Unter anderem haben die Schüler Bananenschachteln bemalt und in eine Miniaturtheaterbühne verwandelt. HOFer
Unter anderem haben die Schüler Bananenschachteln bemalt und in eine Miniaturtheaterbühne verwandelt. HOFer

Die Werke wurden im Rahmen des Projekts „double check“- „Kunst und Text“ gemeinsam mit den Institutionen Kunst Vorarlberg und Literatur Vorarlberg über zwei Jahre hinweg erstellt.

Feldkirch „Stell dir vor, im Urlaub wollte mein Kind eine Ausstellung besuchen.“ Über diesen Satz einer Mutter freuten sich die Lehrerinnen Evelin Gombocz und Natalie Bell ganz besonders. „Es ist schön zu sehen, wie es die Kinder schaffen, auch ihre Eltern an Kunst und Kultur heranzuführen.“ Zwei Jahre lief das „double check“-Projekt „Kunst und Text“ mit der 2b-Integrationsklasse an der Volksschule Nofels. Gearbeitet wurde mit den Institutionen Kunst Vorarlberg und Literatur Vorarlberg. Erika Kronabitter und May-Britt Nyberg Chromy, die die 17 Schüler durch ihr erstes und zweites Schuljahr begleiteten, präsentierten nun die Ergebnisse der kindlichen Fantasie nicht nur in einer Ausstellung, sondern packten sie auch gebunden zwischen zwei Buchdeckel.

Erika Kronabitter, Sisi Klocker, Monika Ritter, Evelin Gombocz, Natalie Bell und May-Britt Nyberg Chromy
Erika Kronabitter, Sisi Klocker, Monika Ritter, Evelin Gombocz, Natalie Bell und May-Britt Nyberg Chromy

Kein Wunder, dass sich in der Villa Claudia am späten Nachmittag die Frage stellte: Wer ist am stolzesten? Die Antwort war klar: eindeutig die Eltern. So gingen die kleinen Büchlein denn auch weg wie die warmen Semmeln.

Persönlichkeitsbildung

Bei den Kindern hingegen ist ein deutliches Wachstum zu erkennen. Nicht etwa nur, weil sie um ein Lebensjahr älter geworden sind und somit auch körperlich einige Zentimeter zugelegt haben. Viel deutlicher zeigt sich das Wachsen am Projekt „Kunst und Text“ selbst.

Die Ausstellungsgäste bewunderten die kreativen Arbeiten.
Die Ausstellungsgäste bewunderten die kreativen Arbeiten.

Durch die Möglichkeit, frei und selbstständig zu arbeiten und ihre eigene Kreativität auszuleben, ist auch eine Größe in der Entwicklung der Persönlichkeit deutlich spürbar. „Unsere Arbeit an der Schule hat in erster Linie mit der Haltung zu tun, mit der wir den Kindern begegnen“, erklärte Direktorin Monika Ritter. „Wir achten sie als selbstständig denkende und handelnde Menschen und nehmen sie ernst mit allem, was da ist.“ Die Schule sieht Ritter daher auch als Raumgeberin für eigene Erfahrungsmöglichkeiten.

Voller Freude und Eifer

Die Besonderheit in der Zusammenarbeit mit den beiden Künstlerinnen Erika Kronabitter und May-Britt Nyberg Chromy bestand außerdem in der Einbindung der Sechs- und Siebenjährigen in alle Prozesse der Kunst- und Literaturarbeit. Beginnend mit dem spielerischen Verfassen von Texten und Gedichten über die Besuche laufender Kunstausstellungen und das Fertigen eigener Kunstwerke aus Fahrradschläuchen, Draht, Steinen oder Papier bis hin zur Entwicklung eigener Theaterstücke.

Nach zwei Jahren Arbeit präsentierten die Schüler ihre Werke.
Nach zwei Jahren Arbeit präsentierten die Schüler ihre Werke.

„Voller Freude und Eifer haben die Kinder ihre bildnerischen und sprachlichen Werke gestaltet“, bestätigten auch die Lehrerinnen und fügten noch hinzu: „Auch als Gemeinschaft sind wir dadurch sehr zusammengewachsen.“ Doch auch darüber hinaus zieht „Kunst und Text“ bereits weite Kreise. CRO

Landesrätin Barbara Schöbi-Fink war bei der Vernissage ebenso dabei ...
Landesrätin Barbara Schöbi-Fink war bei der Vernissage ebenso dabei …
... wie Stadträtin Ingrid Scharf.
… wie Stadträtin Ingrid Scharf.

Das Projekt „double check“ des Landes Vorarlberg, das im Jahr 2014 ins Leben gerufen wurde, spannt Bildungs- und Kultureinrichtungen zusammen und macht Kunst und Kultur für Schüler erlebbar. Im Rahmen von „double check“ werden die Entwicklung und die Durchführung partnerschaftlicher Ideen zwischen Kulturinstitutionen und Bildungseinrichtungen finanziell unterstützt.

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